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European Logistics Innovation Day mit Teilnehmern aus aller Welt

Aus Peru, Brasilien, den USA und vielen weiteren Ländern schalteten sich die über 300 registrierten Teilnehmer beim virtuellen European Logistics Innovation Day zu. Die von startport, Zenit und dem Enterprise Europe Network organisierte Veranstaltung am 22. und 23. September wollte vor allem eins: internationale Startups, Unternehmen und Investoren rund um die Themen Logistik und Supply Chain zusammenbringen und für ihre Vernetzung sorgen.

„Wir haben in der Logistik-Branche insbesondere in den letzten Monaten zu spüren bekommen, wie wichtig die Digitalisierung unserer Lieferketten ist. Mit dem European Logistics Innovation Day haben wir eine Plattform für den Austausch geschaffen, die es ermöglichen soll, Innovationen für das eigene Unternehmen erkennen und adaptieren zu können,“ sagt Peter Trapp, Managing Director von startport.

Technologietransfer durch internationale Vernetzung

Den Teilnehmern wurde über die Plattform b2match vor und während der Veranstaltung die Möglichkeit gegeben, individuelle 1:1-Gespräche mit Teilnehmern in den vorgesehenen Matchmaking-Zeitblöcken zu buchen. Wer sich jedoch inspirieren lassen wollte, der kam auch auf seine Kosten: Keynotes von Louis Bô vom Venture Capital Fonds IDinvest Partners und Dr. Jörg Esser von Roland Berger stimmten in die Thematiken Logistik-Trends und Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen ein. Und auch gelungene Kooperationen zwischen Unternehmen und Startups wurden sichtbar gemacht: So werden die Mitarbeiter des Unternehmens Bohnen-Logistik nun von dem digitalen Trainer des Startups how.fm angelernt, die Antwort von Bohnen auf den Fachkräftemangel in der Logistik.

Ein besonderes Programm-Highlight beendete den Programmblock des European Logistics Innovation Day: in vier parallellaufenden Sessions konnten sich Startups in kurzen Pitches präsentieren. Die 23 internationalen Startups mussten sich im Vorfeld für einen Pitch bewerben und wurden durch die Veranstalter ausgewählt.
„Uns war es wichtig aufzuzeigen, dass sich unsere Wirtschaft und auch der Mittelstand innovativ aufstellen können. Es gibt viele Erfolgsgeschichten über die Kooperation zwischen Startups und etablierten Unternehmen. Durch das Online-Format des European Logistics Innovation Day konnten wir auch internationale Branchenakteure adressieren, das war uns besonders wichtig und ist uns gut gelungen,“ sagt Benno Weißner, Projektleiter bei ZENIT.

Das internationale Flair zeigte sich auch in der Kulisse des Events. Große Teile des Programms vom European Logistics Innovation Day wurden live aus dem BVB-Stadion gestreamt. Mit seiner internationalen Fan-Gemeinschaft beschäftigt sich seit jeher der BVB mit dem Thema Logistik, außerhalb und im Stadion. Dass der BVB stark im Bereich Startup-Förderung aufgestellt ist, beweist er durch sein Engagement beim Startup-Programm startport und durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Startups, wie in der Kooperation mit dem Ideen-Startup idea-ly beim European Logistics Innovation Day deutlich wurde.

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Digital Logistics Award: Erster Platz geht an gapcharge

Dortmund, 16.09.2020. Beim Dortmunder Zukunftskongress Logistik hat sich das Duisburger startport-Startup gapcharge den ersten Platz des Digital Logistics Award erkämpft. Der Preis gilt als eine der größten Auszeichnungen für Logistik-Startups in Deutschland und ist mit 15.000 Euro dotiert. In der letzten Auswahlrunde traten acht Startups in einem Pitch-Wettbewerb am 15. September gegeneinander an. Die Teilnehmer des Zukunftskongresses und eine Expertenjury hatten bis zur heute stattfindenden Gewinner-Zeremonie Zeit eine Stimme für ihren Favoriten abzugeben.

Stefan Sommer, Co-Founder von gapcharge, freut sich zusammen mit seinem Team über das Urteil der Logistik-Experten: „Wir sind überwältigt von diesem Sieg! Das ist eine unglaubliche Motivation für unseren weiteren Weg und wir danken allen Unterstützern – insbesondere startport und der Universität Duisburg-Essen.“ Das Startup entwickelt induktive Ladelösungen für Automobile und Logistikfahrzeuge und wurde auf der Basis ihrer Forschungstätigkeiten an der Universität Duisburg-Essen gegründet. Seit Januar wird gapcharge im startport-Accelerator startport gefördert und konnte sich sehr positiv entwickeln.

Peter Trapp, Managing Director von startport, freut sich über den Erfolg des startport-Startups: „Wir gratulieren dem Team von gapcharge und sind froh darüber dieses innovative Startup in unserem Programm begleiten zu dürfen. Die Technologie von gapcharge hat uns sofort überzeugt! Dass gapcharge eine so hohe Auszeichnung in der Logistik-Branche erhält, freut uns sehr und bestätigt eine Beobachtung, die wir in den letzten zwei Jahren bei startport gemacht haben: Unsere Startups sind innovativ und haben das Zeug dazu ganz groß zu werden. Genau diesen Erfolgskurs verfolgen wir gemeinsam weiter!“

Auch das startport-Startup how.fm hatte es unter die acht Finalisten für den begehrten Digital Logistics Award geschafft. Schon eine Platzierung beim Wettbewerb ist wertvoll, denn es verschafft den Startups die Möglichkeit sich vor Branchenexperten und Teilnehmern des Zukunftskongress Logistik präsentieren zu dürfen. In der letzten Woche hatten auch die startport-Startups ForkOn und ViSenSys mit Platzierungen beim OUT OF THE BOX AWARD. NRW geglänzt. Die vielen Auszeichnungen für Startups aus dem Duisburger startport-Programm verdeutlichen die hohe Qualität der Startups, die in vier verschiedenen Jahrgängen gefördert wurden und aktuell gefördert werden.

„Ausgezeichnete“ Startups tummeln sich im Duisburger Startup-Programm

Schon zwei von drei Preisträger des OUT OF THE BOX AWARD vom Land NRW letzte Woche kamen aus dem Kader von startport, die Startups ForkOn aus Batch#3 und ViSenSys aus Batch#2. Jetzt sind erneut Auszeichnungen in greifbarer Nähe: zwei startport-Startups sind unter den acht Finalisten des Digital Logistics Award 2020 und freuen sich über ihre Nominierung für den hoch dotierten Preis.

„Es ist unglaublich toll zu sehen, wie viele Menschen an unser Produkt und Unternehmen glauben. Dafür sind wir sehr dankbar. Dieser Zuspruch und nun auch die Platzierung beim OUT OF THE BOX AWARD motiviert unser Team zusätzlich weiterhin alles zu geben. Auch für unsere Partner sind das positive Zeichen, so zum Beispiel auch für startport, die uns für den Preis nominiert haben,“ sagt Tim Klauke, Co-Founder und CEO von ForkOn. Die beiden startport-Startups ForkOn und ViSenSys haben Preisgelder in Höhe von 10.000 € und 15.000 € gewinnen können. Wichtiger als das Preisgeld ist aber vor allem eins: die mit dem Preis einhergehende Aufmerksamkeit und Wertschätzung des Produktes.

Peter Trapp, Managing Director von startport, sieht in der Auszeichnung eine große Chance für die Startups und das startport-Programm: „Beim OUT OF THE BOX AWARD wurden die Startups mit den aussichtsreichsten digitalen Innovationen ausgezeichnet. Dass sich am Ende Startups mit Lösungen für die Logistik durchgesetzt haben, zeigt das hohe Potenzial für Innovationen in der Logistik-Branche. Mit einem solchen Gütesiegel erhalten unsere Startups zusätzlichen Rückenwind, aber auch wir bei startport. Denn solche Auszeichnungen zeigen, dass wir einen guten ‚Riecher‘ für qualitativ hochwertige Startups entwickelt haben. “

Nun wurden zwei weitere Startups aus „startport-Kader“ für den einen prestigeträchtigen Preis nominiert: Die Startups gapcharge und how.fm konkurrieren um den Digital Logistics Award, einem der höchsten Logistik-Auszeichnungen für Startups in Deutschland. Eine Jury aus Fachexperten haben aus einer Vielzahl von Bewerbungen die acht Unternehmen für den Preis nominiert.

Mit der Nominierung setzt das Startup how.fm seinen Erfolgskurs fort: das Startup konnte vor Kurzem Bohnen Logistik als großen Kunden gewinnen und hat dieses Jahr eine Finanzierung in Millionenhöhe einsammeln können. Und auch mit gapcharge, ein Spin-Off der Universität Duisburg-Essen, wurde eine vielversprechende High-Tech Lösung für die Logistik ausgewählt: gapcharge entwickelt kabellose Ladestationen für Logistik und schafft dadurch neben Höchstleistungen in der Forschung einen Beitrag zur Infrastruktur der Zukunft.

Um den heißbegehrten Preis zu gewinnen, müssen gapcharge und how.fm am 15. September beim Zukunftskongress Logistik pitchen. Die Teilnehmer des Zukunftskongress Logistik und ausgewählte Experten entscheiden im Anschluss der Pitches über die Gewinner des Digital Logistics Award.

Bildcopyright: Pirate X

Duisburger startport bringt how.fm und Bohnen Logistik erfolgreich zusammen

Wer mit seinem Startup erfolgreich sein will, braucht mehr als nur eine innovative Idee und viel Ausdauer. Auch ein starkes Netzwerk ist essenzieller Teil des Erfolgsrezeptes. Hier hilft seit 2017 die Duisburger Innovationsplattform startport. startport entwickelt gemeinsam mit jungen Gründern ambitionierte Logistik-Lösungen und bringt Startups, Investoren und Unternehmen aus der Logistik-Branche zusammen. Und das sehr erfolgreich, wie ein aktuelles Beispiel zeigt: Im Juni 2020 konnte das Kölner Startup how.fm mit Hilfe des startport-Netzwerks die Bohnen Logistik, das Kontraktlogistikunternehmen der duisport-Gruppe, von sich überzeugen.

„how.fm ist seit Mai 2019 bei uns im Accelerator-Programm“, sagt Peter Trapp, Geschäftsführer von startport. „Die Technologie hat uns von Anfang an überzeugt, weil sie eine Lösung für den Fachkräftemangel in der Logistik bietet. Die Zusammenarbeit mit Bohnen Logistik ist der perfekte Abschluss einer erfolgreichen gemeinsamen Zeit.“

Digitale „Vorarbeiter“

Das Startup how.fm bietet einen digitalen Trainer für die mehrsprachige Einarbeitung und Unterstützung von Mitarbeitern, Auszubildenden und Zeitarbeitern in der Logistik an. Arbeiter werden mobil über interaktive Lernvideos Schritt für Schritt durch betriebliche Regeln und Arbeitsprozesse geführt. Auch begleitend bei der Arbeit, über Sprachinteraktion. Das Besondere: Die Plattform übersetzt Trainingsinhalte automatisch in die Muttersprache der Arbeiter. Rund 20 Sprachen sind bereits verfügbar, weitere sollen folgen, sagt Andreas Kwiatkowski, einer der Gründer und der Geschäftsführer von how.fm: „Unsere Trainingsplattform ermöglicht es unseren Kunden, hunderte Mitarbeiter gleichzeitig in kürzester Zeit standardisiert einzuarbeiten, nach- oder umzuschulen. Gleichzeitig erhöhen unsere Kunden mit der Trainingsplattform die Produktivität und Qualität von betrieblichen Prozessen. Gerade in der aktuellen Zeit sind kontaktloses Training und Hilfestellungen aus der Distanz wichtig.“

Seit Ende Juni dieses Jahrs nutzt nun Bohnen Logistik die Software von how.fm für Schulungen rund um die Lagerlogistik, von der Unterstützung in Themen der Arbeitssicherheit bis zu Kommissionierungsabläufen und dem Onboarding von neuen Mitarbeitern. „Die Plattform von how.fm ist eine ideale Ergänzung zu unseren klassischen Mitarbeiterschulungen, die natürlich auch weiterhin stattfinden“, sagt Julian Schneider, Head of Sales & Customer Services bei Bohnen Logistik. „Über das digitale how.fm-Training können Arbeitsabläufe und Inhalte, wie zum Beispiel Sicherheitsschulungen, aufgefrischt werden und kurzfristige Änderungen, etwa bei Verpackungsprozessen, schnell, agil und intuitiv über die Plattform kommuniziert und umgesetzt werden. Wir besitzen nun eine lebendige Prozessbeschreibung ohne Sprachbarrieren.“

„Eine motivierende Techniklösung“

Das Thema Personal spielt im Logistik-Bereich oft eine entscheidende Rolle – so auch bei Bohnen Logistik. „Wir sind immer auf der Suche nach qualifizierten Angestellten“, so Volker Grzybowski, Geschäftsführer der Bohnen Logistik, weiter. „Unsere Mitarbeiter kommen aus vielen Ländern, die Sprachbarriere bei Schulungen und in der praktischen Unterstützung war oft ein Problem. Wir freuen uns, dass wir unseren Mitarbeitern nun eine motivierende Techniklösung anbieten können, die vielsprachig und personalisiert ist. So fördern wir das Wissensmanagement und die interkulturelle Zusammenarbeit in unserem Unternehmen, steigern die Arbeitsqualität und schaffen moderne Arbeitsbedingungen.“

Von der Zusammenarbeit mit how.fm verspricht sich das Logistikunternehmen abgesicherte und qualitativ hochwertige Prozesse durch besser geschultes Personal, eine Entlastung von Schlüsselpersonen und eine Steigerung der Produktivität.

„Mister Postman“ geht in Duisburg an den Start

Wie gelangen Pakete schnell und smart zum Endkunden? Wie können Paketdienste entlastet werden in einer Zeit, in der der Online-Handel boomt? Wie kann außerdem der stationäre Einzelhandel gestärkt werden? Das Startup „Mister Postman“ hat darauf Antworten. Das junge Unternehmen, das seit Januar dieses Jahres vom Duisburger Startup-Programm startport gefördert wird, stellt auf der letzten Meile Pakete zu mithilfe einer eigenen App. Nach dem erfolgreichen Start in Mülheim an der Ruhr im vergangenen Jahr und der Ausweitung des Services auf Düsseldorf geht „Mister Postman“ nun auch in Duisburg an den Start. Das neue Retouren-Depot findet beim Startup Hub startport sein neues Zuhause.

„Lösungen für wesentliche Logistik-Herausforderungen“

„Der Launch des Mister Postman Lieferdienstes in Duisburg ist ein großer Erfolg, auf den wir stolz sind. Jeder Duisburger kann in seinem Alltag von dem nachbarschaftlichen Lieferdienst profitieren,“ freut sich Peter Trapp. „Die Arbeit, die wir nun seit fast drei Jahren in Duisburg mit unserer Startup-Förderung leisten, erreicht immer mehr Bürger unserer Stadt. Mister Postman ist eines von verschiedenen Startups, die in jüngerer Zeit Erfolge verbuchen konnten. Alle unsere Startups vereint, dass sie Lösungen für wesentlichen Logistik-Herausforderung anbieten.“

Über die App „Mister Postman“ können Privatpersonen sich Pakete zu einem beliebigen Zeitpunkt liefern und Retouren direkt an der Haustür abholen lassen. Oder sogar selbst zum „Postmann“ werden, erklärt Patrick Giesen, Gründer und Geschäftsführer des Startups: „Unser Ziel ist es, die Paketzustellung in den Alltag zu integrieren und so den CO₂-Ausstoß in den Städten zu reduzieren. Wer sowieso unterwegs ist, kann für seine Nachbarschaft Pakete von Paketshops oder Packstationen mitbringen und sich dadurch etwas dazuverdienen.“

Starke Unterstützer aus der Region

Neben startport unterstützen auch die Universität Duisburg-Essen sowie die Duisburger Gesellschaft für Wirtschaftsförderung aktiv die ersten Schritte des erfolgreichen Startups.

„Als regionaler, wissenschaftlicher Netzwerkpartner von startport freuen wir uns sehr über den Launch eines startport-Startups in Duisburg“, sagt Güldilek Köylüoğlu Alabaş von der Universität Duisburg-Essen. „Die enge Zusammenarbeit zwischen startport und dem Zentrum für Logistik und Verkehr im Hinblick auf nachhaltige Logistiklösungen wird die Innovationskraft des Standortes Duisburg nachhaltig stärken.“

Die Duisburger Wirtschaftsförderung unterstützte in Form von kontinuierlicher Beratung, weiß GFW-Mitarbeiter Angel Alava-Pons: „In unseren Beratungsgesprächen haben Herr Giesen und ich uns intensiv über das Geschäftsmodell ausgetauscht. Unsere Aufgabe als Wirtschaftsförderung ist es genau die Informationen zur Verfügung zu stellen, die die Ansiedlungen von Unternehmen in Duisburg erleichtern. Duisburg ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort und wird durch solche innovativen Services noch ansprechender.“

Für die Stadt Duisburg fügt sich der Start von Mister Postman in die Zukunftsstrategie zur Standortentwicklung, wie Stadtdirektor Martin Murrack erläutert: „Eine nachhaltige und effiziente Zustellung auf der letzten Meile ist ein wichtiger Baustein für eine Smart City. Wir freuen uns, dass die Lösung von Mister Postman nun in Duisburg verfügbar ist und unsere Aktivitäten rund um die Smart City ergänzt.“

Ab sofort in Duisburg im Einsatz

Die Plattform „Mister Postman“ steht den Duisburgerinnen und Duisburgern ab sofort zur Verfügung. Neben der Zustellung und Abholung von Paketen plant Giesen ab Oktober auch einen innerstädtischen Kurierservice, der Sendungen sowohl im B2B- als auch im B2C-Segment ermöglichen soll. „Mit unserem neuen Kurierdienst möchten wir ab diesem Herbst vor allem den ortsansässigen Einzelhandel stärken“, so Giesen. „Duisburger Geschäfte können so ihren Kunden unkompliziert und günstig Pakete bis an die Haustür liefern lassen. Und der erste Test geht auf uns, denn jeder Neukunde erhält beim Download unserer App einen Gutschein.“

Gründen mit Familie

In der letzten Woche war Bundesfamilienministerin Franziska Giffey zu Gast beim Duisburger startport. Ein Schwerpunkt ihres Besuchs waren Gespräche rund um das Thema Gründen mit Familie. Die Frage nach der generellen Vereinbarkeit von Familie und Beruf taugt ja bereits zum Füllen langer Abende. Besonders im Fall von Startup-Gründern kann die Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es ein Kreuz und zugleich ein Segen ist.

Schließlich sind neu gegründete Startups und junge Familien ja durchaus vergleichbar. Vor allem dahingehend, dass man in beiden Fällen mit viel Energie, Leidenschaft und Liebe etwas aufbaut, damit es wächst und gedeiht. Je mehr Kraft man investiert – so sollte man glauben – desto mehr kann man erreichen. Das führt natürlich unweigerlich zu einer Zerreißprobe, denn in der Zeit, in der man sich für das eigene Startup engagiert, kann man nicht für seine Familie da sein, und umgekehrt ebenso.

Zumindest theoretisch ist man als Unternehmensgründer ja Herr im eigenen Haus und hat damit den ausreichenden Handlungsspielraum, um zum Beispiel die Arbeitszeiten familiengerecht zu gestalten. Aber die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht. Es gibt unendlich viel zu tun bei viel zu kleiner Teamgröße, und so scheitern die meisten Gründer schon früh daran, sich selbst nicht zeitlich auszubeuten und für das eigene Projekt zu verzehren. Gründer mit Familie haben es da zweifelsohne viel leichter, weil die Familie den Ausgleich mit regelmäßigem Nachdruck und stetiger Vehemenz einfordert.

Wanderer zwischen den Welten

Als Gründer und Familienmensch ist man ein Wanderer zwischen den Welten, und zwar zwischen sehr verschiedenen Welten. Das erfordert ein hohes Maß an Übersetzungskompetenz und gutes Erwartungsmanagement.

Besonders die Arbeit an Digitalisierungsprojekten ist eine Sphäre, die unbefangeneren Adressaten nicht ganz so einfach zu vermitteln ist. Das hat zur Folge, dass das Verständnis der Familienmitglieder darüber, womit man sich die ganze Zeit beschäftigt und woran man mit so furchtbar viel Herzblut arbeitet, allzu oft in einem sehr rudimentären Stadium verharrt.

Beispielsweise hatte ich unseren Kindern erklärt, dass wir eine Software entwickeln, die es ermöglicht, den Sendungsverlauf von Containerlieferungen zu verfolgen. Meine Kinder waren dann maßlos enttäuscht, als sie feststellten, dass nicht jedes Paket, dass der Postbote bei uns anliefert, von uns geliefert wird (immerhin ein guter Ansatz für unser nächstes Mission Statement). Hinweise darauf, dass wir gar nicht selbst Pakete liefern, sondern nur den Arbeitsprozess der an der Lieferung beteiligten Personen erleichtern, wurde geflissentlich überhört. Genauso wie die Tatsache, dass der Aufbau eines Startups generell etwas Zeit braucht und man am Anfang noch sehr klein und unbedeutend ist. Und schließlich der Punkt, dass es – in seltenen Fällen – auch vorkommen kann, dass Startups nicht so erfolgreich sind und eventuell und ganz ausnahmsweise sogar scheitern können, wollte ebenfalls kein Gehör finden. Als Gründer eines innovativen Unternehmens in der frühen Phase trifft man tendenziell eher auf Zweifler und Skeptiker.

Die eigenen Kinder dagegen sind unerschütterliche Optimisten.

Nach und nach klappt das mit der Kommunikation bei uns übrigens immer besser. Und je besser ich unseren Kindern erklären kann, was wir genau tun, desto besser funktioniert irgendwie auch die Kommunikation in Richtung unserer Kunden. Bitte diesen Analogieschluss nicht falsch interpretieren. Es soll nur aufzeigen, wie hilfreich es ist, die ganzen Startup-Themen auch mit nicht damit befassen Personen zu teilen – ganz nach dem Motto keep it short and simple – und die eigenen Kinder sind da ideale Ansprechpartner.

Startupjahre sind keine Herrenjahre

Eine weitere Herausforderung im Zusammenspiel von Gründen und Familie ist sicherlich die Tatsache, dass der Aufbau eines Startups mit vielen Entbehrungen verbunden ist, insbesondere finanzieller Natur. So bleibt man einkommensmäßig als Gründer in der Regel signifikant hinter dem zurück, was man als outperformender Angestellter im Großkonzern verdienen könnte. Da bleiben Diskussionen nicht aus und das eigenen Schaffen wird in regelmäßig wiederkehrenden Abständen ernsthaft in Frage gestellt. Gerade in schwierigen Zeiten kann das zu einer echten Belastungsprobe werden.

Und dann gibt es gelegentlich auch noch so etwas wie Existenzangst. Bei Gründern ist das ja der Normalzustand. Wobei Gründer natürlich ganz unabhängig davon, ob mit oder ohne Familie, eine ausreichende Resilienz mitbringen sollten, um mit Ungewissheit und Risiko umzugehen. Wer die Ungewissheit nicht erträgt, dass das eigene Unternehmen in wenigen Monaten schon finanziell ausgeblutet und damit am Ende sein könnte, sollte lieber einen anderen Lebensentwurf wählen. Aber Existenzängste betreffen ja nicht nur die Gründer selbst, sondern im hier diskutierten Fall auch die übrigen Familienmitglieder. Der Umgang damit ist deutlich komplexer und herausfordernder, weil die anderen Familienmitglieder das Heft des unternehmerischen Handelns nicht selbst in der Hand halten und sich der Ungewissheit und dem unternehmerischen Risiko in passiver Zuschauerrolle ausgesetzt fühlen. Damit umzugehen erfordert viel Überzeugungsarbeit zur Vermittlung von stoischem Gleichmut und einer hoffnungsfrohen Grundhaltung. Kinder tun sich damit gelegentlich leichter: als ich unserer Familie vor kurzem stolz im Urlaub verkündete, dass wir unser First Closing erfolgreich abgeschlossen haben und nun einen Runway von gut einem Jahr haben (die Wortwahl war zielgruppenspezifisch etwas anders … siehe oben), haben sich unsere Kinder aufrichtig gefreut, blitzschnell geschlussfolgert, dass damit ja auch der Urlaub im nächsten Jahr gesichert sei, um sich dann ansatzlos wieder wichtigeren Dingen zu widmen und vergnügt weiter zu frühstücken. So geht unbekümmert!

Insgesamt ist die eigene Familie ein hervorragendes Korrektiv und ein wundervoller Gegenpol in einer Phase, in der man nur zu leicht geneigt ist, sich vollkommen bedingungslos und über die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit hinaus dem eigenen Unternehmen zu widmen.

Eine Familie zwingt einen förmlich dazu, für eine ausgewogene Work-Life-Balance zu sorgen.

Und das schafft etwas ganz Magisches: es sorgt dafür, dass man bei all den täglichen Zerreißproben und den kläglichen Versuchen, alle Dinge unter einen Hut zu bringen, am Ende vor allen Ding eins ist: glücklich mitten im Leben!

Das wäre ein schönes Schlusswort. Es erfordert aber dringend eine ergänzende Anmerkung: Der tägliche Spagat, das ganze Wandeln zwischen den Welten und die Chance zur Selbstverwirklichung als Unternehmensgründer wäre in meinem Fall überhaupt nicht möglich ohne die Unterstützung meiner Frau, die neben der Verwirklichung ihrer eigenen Berufung und -man muss es so sagen: trotz Ausübung ihres Berufs- vor allem zeitlich die Hauptlast unserer Kindererziehung trägt. Denn unsere institutionellen Einrichtungen in Deutschland fangen diese Last in keiner Weise auf. Ich habe bisher noch niemanden erlebt, der in einer institutionellen Einrichtung ausreichende Unterstützung und Infrastruktur angetroffen hätte, die ihr/ihm die Gründung eines Startups ermöglicht, ohne dass weitere Familienmitglieder einspringen und ihrerseits in anderen Belangen zurückstecken müssten. Da ist noch Luft nach oben.

Ministerin Dr. Franziska Giffey zu Besuch im Duisburger Innenhafen

Um die Frauenförderung und die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit in Startups ging es beim Besuch der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bei „startport“ im Duisburger Innenhafen. In Begleitung von Oberbürgermeister Sören Link, Bürgermeister Manfred Osenger uns SPD-Bundestagsabgeordneten Mahmut Özdemir trat die Ministerin in den Austausch mit jungen Gründerinnen und Gründen der Innovationsplattform startport.

Seit 2017 fördert startport junge Unternehmen mit Lösungen für die Logistik und Supply Chain. Insgesamt 35 Startups haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen, die Tendenz der Bewerber ist steigend. „Für Startups und Logistikunternehmen ist ein breites Know-How erfolgsentscheidend. Das muss sich auch in den Angeboten für die eigenen Mitarbeiter widerspiegeln,“ sagt Peter Trapp, Managing Director von startport.

Die Vertreter der Startups XOM Materials, Heuremo, ForkOn und limbiq aus dem startport-Netzwerk gaben der Ministerin beim Termin einen sehr tiefen Einblick in ihr Leben als Teammitglied eines Startups und ihren individuellen Familienrollen. Arne Oltmann, Gründer des Startups limbiq beschreibt das so: „Als Gründer und Familienmensch ist man ein Wanderer zwischen den Welten, und zwar zwischen sehr verschiedenen Welten. Das erfordert ein hohes Maß an Übersetzungskompetenz und gutes Erwartungsmanagement.“

In der Logistik-Branche, die als überwiegend männerdominiert gilt, befinden sich mit aktuell 19% Frauen in der Geschäftsführung, betrachtet man die Top-100 Logistik-Unternehmen, so die Bundesvereinigung Logistik. In börsennotierten Unternehmen sind es lediglich 8,6%. Die Tendenz für die Logistik ist steigend, betrachtet man den Anteil von Frauen in Studiengängen in der Fachrichtung Logistik. Ein positives Signal für die Zukunftsfähigkeit einer gesamten Branche.

how.fm sammelt 2.8 Millionen US-Dollar ein

Es ist offiziell: Das startport-Startup how.fm hat mit mit insgesamt 2.8 Millionen US-Dollar das nötige Kapital, um sich auf das nächste Level zu katapultieren. Bereits Anfang des Jahres konnte das Kölner Startup how.fm die Lead-Investoren Kindred Capital und Capnamic Ventures überzeugen. Investoren wie der Trivago-Gründer Rolf Schrömgens und die Gründer von Just Spices und Blinkist beteiligten sich ein weiteres Mal an einer Finanzierungsrunde von how.fm, dass nun die Summe des Investments bekannt gab. Das Geld soll für die Weiterentwicklung des Produktes und die Erweiterung des Teams genutzt werden.

„Wir arbeiten an einer Zukunft, in der jeder ein personalisiertes und interaktives Training erfährt, das auf die individuellen Bedürfnisse und Fertigkeiten zugeschnitten ist. Jederzeit abrufbar, im eigenen Tempo, und auf der eigenen Sprache. Unternehmen der Industrie und vor allem Logistik wiederum unterstützen wir wiederum dabei, Sicherheit und Compliance sowie Produktivität und Qualität zu erhöhen. Gerade auch viele gleichzeitig in Arbeitssicherheit wie auch Fertigkeiten on-the-job zu schulen, ist die Herausforderung unserer Kunden, die wir mit how.fm unterstützen. Diese Finanzierung hilft uns, unser Team, digital auch weit über NRW hinaus zusammenarbeitend, auszubauen und gemeinsam mit unseren Kunden die Produktentwicklung noch stärker voranzutreiben. Wir freuen uns sehr, dabei in Kindred und Capnamic zwei erfahrene Partner gefunden zu haben, die an uns als Team und unsere Vision eines digitalen Trainers genauso glauben wie wir,“ so Andreas Kwiatkowski, Co-Founder von how.fm.

Gregor Marx, Prokurist und Startup-Ansprechpartner von startport für Finance-Themen, gratuliert dem Team von how.fm: „Als Logistik-Accelerator konnten wir das Potenzial von Andreas Idee für die Branche schnell erkennen und freuen uns, dass es auch andere getan haben! Wenn das Team in der Produktentwicklung und im Teamaufbau genauso weitermacht wie bisher, glauben wir fest daran, dass how.fm das Zeug dazu hat, ein Einhorn zu werden.“

how.fm bietet digitale „Vorarbeiter“ für das interaktive Training von manuellen Arbeitsabläufe in Produktion, Logistik und Service an. Arbeiter werden über Lernvideos Schritt für Schritt durch Arbeitsprozesse geführt und kommunizieren ihren Lernfortschritt über Sprachbefehle, ähnlich wie bei Alexa. Das Besondere: Die Plattform von how.fm übersetzt das Training automatisch in die Muttersprache des Arbeiters. Unternehmen wird es so ermöglicht Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen in ihre Abläufe einzubinden: das gilt insbesondere für Arbeiter mit Schwierigkeiten beim Lesen, älteren Arbeitern und Migranten.

BVB bindet Fans mit Ideen-Startup Idea-ly noch stärker ein

Dortmund, 06.07.2020

Ideen haben, sie mitteilen und leichter umsetzen: Dieses Ziel hat sich das 2020 gegründete Startup Idea-ly gesetzt und konnte mit seinem Geschäftsmodell den achtmaligen Deutschen Meister Borussia Dortmund von sich überzeugen. Mit Idea-ly erhält der BVB die Möglichkeit, Mitarbeiter- und Fanideen in einem System zu erfassen und auszuwerten. Das Ziel: Eine kontinuierliche Verbesserung des Fanerlebnisses sowie der Kommunikation zwischen Klub und Fan.

„Wir haben eine sehr große und kreative Fanszene, die uns immer wieder mit guten Ideen konfrontiert. Diese in das laufende Tagesgeschäft einzubinden und für alle Seiten zum Wohle des Vereins umzusetzen, ist eine Herausforderung. Mit dem Ansatz und der Unterstützung von Idea-ly können wir diese Ideen schneller und transparenter bewerten und letztlich auch umsetzen – ein spürbarer Mehrwert für Fans und Verein“, sagt BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer.

Möglich geworden ist dieser Erfolg des Startups durch eine starke Partnerschaft, die Idea-ly direkt mit seiner Gründung geknüpft hat. Denn kennengelernt haben sich der BVB und das Startup über das Duisburger Startup-Programm startport. Es versammelt in der gesamten Rhein-Ruhr-Region Startups und unterstützt diese unter anderem durch die Vernetzung mit seinen Partnern, meist im Bereich Logistik und Supply Chain. Bei einer startport-Veranstaltung Anfang des Jahres kamen das Startup Idea-ly in Kontakt mit dem Team Digital des BVB.

„In vielen Unternehmen gibt es noch den berüchtigten Ideen-Briefkasten. Der ist jedoch weder smart, noch wird er je wirklich genutzt. Mit Idea-ly brauchen Mitarbeiter oder Fans – wie jetzt beim BVB – nur ihr Smartphone, um ihre Idee einreichen zu können. Das Charmante: Als Ideengeber weiß ich immer ganz genau, in welchem Bearbeitungsstadium meine Idee ist und ob sie umgesetzt wird,“ erklärt Niklas Schwichtenberg, Gründer des Startups Idea-ly.

Nun möchte das Startup noch weitere Unternehmen, Fußballvereine und Investoren von sich überzeugen. Die Chancen dafür stehen sehr gut, so die Einschätzung von Peter Trapp, Managing Director von startport: „Als Niklas uns seine Idee vorstellte, waren wir begeistert und wollten ihn und sein Startup durch unser startport-Programm unterstützen. Ich freue mich sehr, dass die Vernetzung mit dem BVB so schnell zu einem gemeinsamen Projekt geworden ist. Das bleibt allerdings nicht das einzige. Auch mit dem Duisburger Hafen sind wir mit Idea-ly in einem ersten gemeinsamen Projekt, und es werden ganz bestimmt weitere Unternehmen folgen.“