News

Bewerbungsrekord bei startport: Die Logistikbranche ist Magnet für Startups

Onboarding von Batch#4 im Januar 2020. Bildcopyright: krischerfotografie

Mit über 50 Bewerbungen von Jungunternehmern aus ganz Europa verzeichnet die Duisburger Innovationsplattform startport einen Bewerbungsrekord für sein Startup-Programm im Jahr 2020. Bis zum 31. Oktober konnten sich Startups für den fünften Jahrgang bewerben. Ziel von startport ist es Unternehmen am Standort Rhein-Ruhr und Startups zusammenzubringen, um gemeinsame Projekte zu initiieren – mit Erfolg, wie die aktuellen Bewerberzahlen zeigen.

„Wir sind erst vor drei Jahren mit startport gestartet und freuen uns über den Zuspruch, den wir seitdem von allen Seiten erhalten haben. Die Logistikbranche ist aus verschiedenen Gründen attraktiv für Gründerinnen und Gründer: Deutschland ist Logistik-Weltmeister und hat gleichzeitig einen spürbaren Innovationsbedarf, wenn es um die Reduzierung von Emissionen und die Digitalisierung der Lieferketten geht. Genau hier können Startups den etablierten Unternehmen unter die Arme greifen,“ weiß Peter Trapp, Managing Director von startport.

Kein Geheimtipp mehr unter Gründern

Für die Jungunternehmen ist der Zugang zur Branche gerade zu Beginn erfolgsentscheidend: im startport-Netzwerk erhalten Gründerinnen und Gründer früh Feedback zu ihren Lösungen und können erste Kunden gewinnen. Durch die Vielzahl von Projekten, welche zwischen Startups und Unternehmen zustande gekommen sind, konnte sich startport in der Szene einen Ruf erarbeiten und gilt schon lange nicht mehr als Geheimtipp unter Entrepreneuren.

„Als wir aus unseren Forschungstätigkeiten unser Startup gapcharge entwickelt haben wurden wir von verschiedenen Seiten auf startport hingewiesen. Anderen Startups im startport-Netzwerk ging es genauso. Hier in Duisburg ist eine tolle Gemeinschaft entstanden, die wirklich etwas in der Logistik bewegen will. Das spricht sich natürlich rum,“ bestätigt Stefan Sommer, Co-Founder vom Startup gapcharge.

Starke Partner tragen zum Erfolg bei

Möglich mache den Erfolg das starke Partnernetzwerk, so Trapp. Das Tochterunternehmen des Duisburger Hafens verfolgt ein offenes Partnermodell und wird inhaltlich und finanziell durch regionale Akteure wie Klöckner, Evonik, der RAG Stiftung, dem Initiativkreis Ruhr, dem BVB und den Wirtschaftsbetrieben Duisburg getragen. Sie stehen den Startups als Sparring-Partner und Anwender zur Seite – eine Win-Win Situation, welche Duisburg zu einem innovativen Standort macht.

startport und SVG GARAGE bringen Startups und Logistik-Unternehmen zusammen

München, Duisburg, 08. Oktober 2020. 40 Teilnehmer, darunter neun Startups aus dem Netzwerk des Startup-Accelerators startport, haben am 08.10.2020 an der ersten Kooperationsveranstaltung zwischen der SVG GARAGE, der Innovationsmarke der SVG-Straßenverkehrsgenossenschaft Süd eG (SVG Süd), und startport teilgenommen. Bei der Veranstaltung hatten Unternehmen der Transport- und Logistikbranche und Startups die Möglichkeit zum gegenseitigem Kennenlernen mit beidseitigem Mehrwert: Zum einen lernen etablierte Unternehmen Produktinnovationen für ihren Betrieb kennen, zum anderen erfahren Startups mehr über die Bedarfe der Branche und können erste Kontakte knüpfen. Die Veranstaltung reiht sich in die bestehende Kooperation zwischen der SVG Akademie und startport ein.

In einem virtuellen Veranstaltungsformat konnten Kunden und Mitglieder der Straßenverkehrsgenossenschaften mit neuen, digitalen Services der Transport- und Logistikbranche zusammengebracht werden. Mit dem erstmalig durchgeführten Format „Innovationen für Transport Logistik“ sollen Mehrwerte durch die Zusammenarbeit mit Startups aufgezeigt und Innovationen in der Branche gefördert werden.

Christian Mohr, Managing Partner bei UnternehmerTUM, dem europäischen Zentrum für Gründung und Innovation, und Experte für die Zusammenarbeit von Mittelständlern und Startups, verdeutlichte den Teilnehmern in seinem Impulsvortrag das Potential, das in der Kollaboration zwischen Unternehmen und Startups steckt. Als Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit identifizierte er unter anderem eine klare Zielvorgabe und schlanke Prozesse.

Nachdem die Startups im Anschluss die Möglichkeit hatten, ihre Lösungen im Rahmen eines Kurzvortrages vorzustellen, konnten sich die Teilnehmer mit ihnen in individuell koordinierten Gesprächsrunden austauschen.

Peter Trapp, Managing Director von startport, sieht in der Veranstaltung ein ideales Format, um Startups sowie Transport- und Logistikunternehmen zusammenzubringen. „Herzstück unseres Programms ist die Vernetzung von innovativen Startups mit den Bedarfen der Industrie. Die Veranstaltung ermöglicht uns, neue Pilotprojekte anzustoßen. So wollen wir einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Branche leisten.“

Uwe Nestel, Vorstand der SVG Süd eG, zu der die SVG GARAGE gehört, begreift die Veranstaltung als Chance, um Unternehmen der Transport- und Logistikbranche auf dem Weg in die digitale Logistik zu begleiten. „Als Genossenschaft ist es uns besonders wichtig, unseren Kunden und Mitgliedern gleichermaßen grundlegende und innovative Services zu bieten. Daher freut es uns, dass wir mit diesem Format Innovationsgeist und Unternehmertum an die Branche weitergeben können.“

Startport und die SVG Süd, inklusive der SVG Akademie, stehen noch am Anfang der gemeinsamen Kooperation und planen, zusätzlichen Kundenmehrwert durch die Förderung und Vernetzung der Transport- und Logistikbranche zu generieren. Dazu werden in einem ersten Schritt Startups des aktuellen startport-Programms über die SVG Akademie vorgestellt. Vorangehen werden das Startup poolynk am 27.10.2020 (https://register.gotowebinar.com/register/701239237339569424) und das Startup how.fm am 17.11.2020 (https://register.gotowebinar.com/rt/1640499245452876816).

Digitales Matchmaking: Keine Seltenheit im Businessbereich mehr

Bildcopyright: krischerfotografie

Die Digitalisierung hält auch in der Anbahnung von Geschäften sowie der Pflege von Kundenbeziehungen mehr und mehr Einzug. Der bereits vorhandene Trend wurde durch die Coronakrise und die Kontaktbeschränkungen noch einmal befeuert. Als junges Digitalunternehmen nutzen wir bei Synfioo alle Möglichkeiten, um mit allen Beteiligten der Lieferkette in Kontakt zu treten und im Gespräch zu bleiben.

Das B2B Matchmaking erfreut sich in den vergangenen Jahren wachsender Beliebtheit, wenn an eigens dafür aufgesetzte Webseiten oder an den von startport Ende September dieses Jahres veranstalteten European Logistics Innovation Day erinnert werden darf. Ebenso spielt das Business Speed Dating, das auf einigen Veranstaltungen seinen Platz in der jeweiligen Agenda gefunden hat(te), in diese Kategorie rein. Die Coronapandemie mit ihrer gerade in der ersten Phase sehr restriktiven Handhabung persönlicher Kontakte hat solchen Face-to-Face-Ansätzen zunächst einen Riegel vorgeschoben. Die Kontaktpflege mit aktuellen Kunden, aber auch die Akquise neuer Auftraggeber wurde auch für uns im Frühjahr fast vollständig in den digitalen Raum verlagert.

Auf die richtige Ansprache kommt es on- und offline an

Als Start-up, dessen Geschäftsmodell auf die Bereitstellung digitaler Informationen für ein Mehr an Transparenz in der logistischen Lieferkette abstellt, sind uns bei Synfioo selbstverständlich IT-Tools bestens vertraut. Aber natürlich war (und ist uns) der persönliche Kontakt mit unseren Kunden, Partnern und Dienstleistern sehr wichtig. Wir sind aber der festen Überzeugung, dass unsere zielgerichtete, auf den Adressaten fokussierte Ansprache weitestgehend unabhängig von der jeweiligen Kommunikationsform funktioniert.

In diesem speziellen Jahr 2020, das wohl von niemanden in dieser Art erwartet worden war, hat sich zum Schutz nicht nur der Risikogruppen, sondern aller Teile der Bevölkerung vor der Ansteckung mit dem Coronavirus die Waage deutlich in Richtung eines digitalen Dialogs verlagert. Neben der Verhinderung von potenziellen Infektionen hat das noch den einen oder anderen zusätzlichen Vorteil.

Reisezeiten werden dank virtueller Treffen minimiert – und damit auch die CO2-Bilanz, der vielzitierte „ökologische Fußabdruck“, verbessert. Vor allem in größeren Teams kann so ortsungebunden viel effektiver zusammengearbeitet werden. Teilnahmen, gerade für vielbeschäftigte, oft parallel im Kalender verplante Führungskräfte, können flexibler gehandhabt werden. Vielfach, obwohl eine solche Bewertung kaum objektiv zu treffen ist, werden Webkonferenzen auch als effizienter und zielführender als ihr analoges Pendant wahrgenommen. Sollte sich diese Art der Online-Kommunikation fortsetzen steigt auch die Chance, hochqualifizierte Digital Nomads für das eigene Unternehmen zu gewinnen; eine Generation, die sich (innerlich) schon längst aus Büros und Meeting-Räumen verabschiedet hat.

Trotz dieser imposanten Aufzählung glauben wir bei Synfioo aber weiterhin auch an die (gleichberechtigte) Notwendigkeit, sich vor Ort miteinander auszutauschen – aktuell selbstverständlich unter Einhaltung aller dafür unentbehrlichen Regeln. Aber wir freuen uns schon jetzt darauf, unsere Partner bei Startport wieder (häufiger) von Angesicht zu Angesicht zu sehen.

Die Neuen im Alumni-Pool: Batch#3

Der Besuch von Bundespräsident Steinmeier, die 1st startport conference, eine Vielzahl von Pilotprojekten, der Partnertag – die Liste der Highlights, die Batch#3 und startport gemeinsam in einem Jahr Programm erleben durften, ist lang. Corona hatte die Zeit von Batch#3 im startport-Programm um drei weitere Monate gestreckt. Doch auch diese Monate sind nun zu einem Ende gekommen und wir dürfen die Batch#3-Startups offiziell in unserem Alumni-Pool begrüßen: ASDRO, Bots4You, ForkOn, how.fm, Psoido, Tracks und Zolitron.

„Wir glauben an unsere Startups und unterstützen diese mit viel Herzblut. Das endet mit dem Programm natürlich nicht einfach. Mit startport haben wir ein Netzwerk etabliert, in dem sich alle Akteure gegenseitig unterstützen. Und wir freuen uns, dass wir mit unserem Batch#3 Startups so innovative und fantastische Menschen für unser Netzwerk gewonnen konnten,“ sagt Peter Trapp, Managing Director von startport.

Ein Batch, das nachhaltig überzeugt hat

Wichtigster Baustein im Unterstützungsangebot von startport: das Matching von Startups und Unternehmen. Gerade in Batch#3 konnten hier besonders viele Erfolge verzeichnet werden. Beim eben erst stattgefundenen European Logistics Innovation Day konnten beispielsweise how.fm und ForkOn ihre erfolgreichen Pilotprojekte mit zwei Unternehmen der duisport-Gruppe vorstellen. Aber auch andere Startups wie ASDRO und Zolitron arbeiten bereits mit Exklusivpartnern des startport-Programms zusammen.

„Schon allein durch die Projekte, die die Startups mit unseren Partnern jetzt durchführen, bleiben wir in einem ständigen Austausch und es freut mich persönlich sehr, dass das die Vernetzung noch vor Programmablauf erfolgreich war,“ so Johannes Franke, Prokurist von startport.

Die Community rund um Logistik-Innovationen etabliert sich 

Während startport 2017 mit vier Startups im ersten Batch gestartet ist, zählt das Programm heute bereits 35 Startups, die das Programm durchlaufen bzw. durchlaufen sind. Regelmäßige Veranstaltungen der Startups in Workshops und Veranstaltungen haben nicht nur zur Vernetzung mit Partnern und Investoren beigetragen, sondern auch zur Vernetzung der Startups untereinander.

Die Gründerinnen und Gründer tauschen sich über ähnliche Herausforderungen aus und geben einander Hilfestellung. So haben beispielsweise Maren Sklarek und Tim Klauke in einem Workshop für andere Startups ihren digitalen Sales-Prozess vorgestellt.

Auch das wird über die aktive Programm-Zeit bei startport von Bestand sein. Denn die Alumnis haben sich in Zukunft als Ansprechpartner und Mentoren für die neuen Startups im startport-Programm zur Verfügung gestellt. Und genau so entsteht ein Netzwerk um startport, dass mit jedem Startup-Jahrgang größer und wertvoller wird.

Glückliche Paare zusammenbringen

Bildcopyright: dws

Wie findet man den Weg in eine gute Beziehung? Zunächst sollten sich beide Seiten darüber einig sein, was sie von der Beziehung erwarten. Sie sollten sich auf Augenhöhe begegnen, sich akzeptieren mit allen Eigenheiten und sich gegenseitig helfen. Was wie ein Ratgeber für eine schöne Liebesbeziehung klingt, lässt sich sehr gut auf den Business-Bereich übertragen. Bei startport wollen wir glückliche Paare mit ganz besonderen Anforderungen zusammenbringen: Startups und Corporates.

Wie das gelingen kann, durften Peter Trapp und Jan Herzogenrath aus dem startport-Team auf gleich zwei Veranstaltungen vorstellen: Dem „Start-up trifft Mittelstand – Erfahrungsaustausch“, organisiert von der NRW.Bank und dem „Online Matchmaking Summit Batch#3“ des Duisburger Future Champions Accelerator.

Gründungsakteure tauschen sich aus

Bei der Online-Veranstaltung „Startup trifft Mittelstand – Erfahrungsaustausch“ wurde das Startup-Ökosystem NRW zur Teilnahme eingeladen, die Digital Hubs, Wirtschaftsförderungen, Wirtschaftskammern, Hochschulen und weitere Akteure der Innovations- und Gründungsförderung in NRW. Die Veranstaltung fand am 29. September statt und wurde von der NRW.Bank in Kooperation mit der NRW-Wirtschaftsministerium (MWIDE) veranstaltet. Peter Trapp, Managing Director von startport, durfte die jüngsten erfolgreichen Veranstaltungen im Matchmaking-Format des Duisburger Startup-Programms präsentieren.

Denn die Vernetzung von Startups und Corporates bildet das Herzstück der Arbeit bei startport. So fand in der letzten Woche die Online-Konferenz „European Logistics Innovation Day“ statt, die live aus dem BVB-Stadion gestreamt wurde und für die startport mit seinen Partnern Zenit und dem European Enterprise Network über 350 Teilnehmer aus 38 Ländern auf der ganzen Welt gewinnen konnte. Aber auch vor der Corona-Krise wurden bereits viele Startups aus dem startport-Programm mit Unternehmen vernetzt.

Genau das Thema wurde auch in einer Paneldiskussion des „Online Matchmaking Summit Batch#3“ des Future Champions Accelerator thematisiert, an der Jan Herzogenrath, Acceleration und Partner Manager bei startport, teilnahm. In dem Online-Format sollte die Startups aus dem Batch#3 des Accelerators mit spannenden Unternehmen und Akteuren aus der Region vernetzt werden.

Am Ende zählt Mut

Doch wie genau kann das konkret gelingen? Beiden Veranstaltungen boten uns die Gelegenheit unsere Erfolgsfaktoren zu präsentieren: Zuerst profitieren Unternehmen von einem Branchenfokus, den sie sich für die Zusammenarbeit mit Startups setzen. Denn durch diesen können sie sich gezielt Unterstützung bei Startup-Initiative suchen, die bereits auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen können.

Förderlich ist weiterhin ein gezieltes Matching entlang der Unternehmensbedarfe: Online-Veranstaltungen mit sogenannten Marktplätzen, bei den konkrete Herausforderungen ausgeschrieben werden können, helfen dabei. Auf Seiten der Unternehmen und der Startups sollten weiterhin die Erwartungshaltungen definiert und die notwendigen Ressourcen bereitgestellt werden.

Letztendlich geht jedoch nichts ohne ein konkretes Engagement – ob in einem abgegrenzten Pilotprojekt oder einer Partnerschaft: Das Risiko eines Scheiterns besteht immer, doch wer mutig die Chancen erkennt und nutzen möchte, hat am Ende die Chance dafür belohnt zu werden.

Ist Duisburg Place to be für chinesische Top-Startups?

Als Ende der Seidenstraße stellt sich Duisburg mit dem Duisburger Hafen stark in Richtung Osten auf. Viele Duisburger Unternehmen pflegen Geschäftsbeziehungen nach China und in Duisburg konnten sich in den letzten Jahren verschiedenste chinesische Unternehmen ansiedeln. Bei der Kooperationsveranstaltung „Chinese Unicorn in Duisburg“ am 16. September, organisiert vom Chinese Business Network Duisburg (CBND) und startport, diskutierten Stakeholder aus der Region nun, wie auch erfolgreiche und technologiegetriebene Startups aus China für den Standort Duisburg begeistert werden können.

Nur eine digitale und zukunftsorientierte Logistik-Branche kann künftig im internationalen Wettbewerb mithalten – genau das hat das Duisburger Startup-Programm startport erkannt und fördert seit 2017 Startups mit dem Schwerpunkt Logistik und Supply Chain. Das Ziel: Hochinnovative Tech-Lösungen von Startups bei den hier ansässigen Firmen zu implementieren, um das Logistik-Cluster in Duisburg nachhaltig zu stärken. „Um das zu erreichen, darf der Blick jedoch nicht auf dem deutschen Markt verharren“, weiß Jan Herzogenrath, Acceleration und Partner Manager bei startport „deshalb ist es nur konsequent die guten Beziehungen von Duisburg nach China auf den Startup-Bereich auszuweiten. Wir wollten insbesondere den Unicorns, also sehr erfolgreichen Startups mit Firmenbewertungen über eine Milliarde Dollar, Chancen auf dem deutschen Markt und insbesondere in Duisburg bieten.“

Dass der deutsche und europäische Markt für chinesische Startups durchaus attraktiv sein kann, beleuchtete Corinne Abele, Vertreterin von Germany Trade & Invest in Shanghai, die live aus der chinesischen Metropole zugeschaltet wurde. Da das chinesische Startup-Ökosystem stark von Tech-Giganten wie Tencent, Alibaba und Baidu dominiert werde – allein Tencent hält Anteile an 46 Unicorns –  führe für viele Techpioniere kein Weg an einer Beteiligung eines der großen Tech-Giganten an ihrem Startup vorbei. Dies gelte insbesondere, wenn sich Erfolg einstelle, so Abele. Europa könne daher eine Alternative für Startups sein, die dem chinaspezifischen Ökosystem entgehen wollten. Darüber hinaus gerate Europa und Deutschland nicht zuletzt aufgrund des sich zuspitzenden Technologiekonflikts zwischen den USA und China zunehmend ins Visier von Startups. Grund sei vor allem die Talentsuche, aber auch Geschäftsmöglichkeiten.

Neben dem offeneren Marktumfeld gibt es jedoch weitere Argumente für Startups im Logistik und Supply Chain Bereich, die für eine Ansiedlung insbesondere in Duisburg sprechen. Arne Oltmann, CEO des Startups limbiq, die sich bei startport angesiedelt haben, machte deutlich, dass insbesondere der Austausch mit anderen Gründern für ihn ein entscheidender Standortfaktor war. Technische Fragen, aber auch Gespräche über die eigene Motivation seien Themen, für die sich aus dem Gespräch mit Gleichgesinnten ein Mehrwert ergebe. Aber auch das Netzwerk am Standort sei für Startups wichtig. Im startport-Netzwerk befinden sich für die Startups potenzielle Kunden, Kooperationspartner und Investoren. Ein Mehrwert für die eigene Entwicklung, so Oltmann, genauso wie die vielen Ansprechpartner mit Logistik-Knowhow für die Produktentwicklung.

Diese Ansprechpartner sind auch für chinesische Startups relevant. In einem letzten Veranstaltungsteil erarbeiteten die Teilnehmer, dass Chancen der Digitalisierung für eine Öffnung des Duisburger Netzwerkes Richtung China einen Schritt für das „Chinese Unicorn in Duisburg“ darstellen sollte. Mit wenig Aufwand können digitale Tools dazu genutzt werden, den Kontakt zwischen den Acceleratoren in China und Duisburg zu festigen und Formate des Austausches zu entwickeln: zum Beispiel innerhalb eines virtuellen Austauschprogramms.

Damit sich Duisburg als erste Anlaufstelle für chinesische Logistik-Startups etablieren kann, gilt für die digitale Standort-Attraktivität das gleiche wie für die Attraktivität des Logistik-Hubs Duisburg – je mehr Verbindungen, desto besser.

 

Die Präsentation von Corinne Abele könnt ihr euch hier anschauen.

European Logistics Innovation Day mit Teilnehmern aus aller Welt

Aus Peru, Brasilien, den USA und vielen weiteren Ländern schalteten sich die über 300 registrierten Teilnehmer beim virtuellen European Logistics Innovation Day zu. Die von startport, Zenit und dem Enterprise Europe Network organisierte Veranstaltung am 22. und 23. September wollte vor allem eins: internationale Startups, Unternehmen und Investoren rund um die Themen Logistik und Supply Chain zusammenbringen und für ihre Vernetzung sorgen.

„Wir haben in der Logistik-Branche insbesondere in den letzten Monaten zu spüren bekommen, wie wichtig die Digitalisierung unserer Lieferketten ist. Mit dem European Logistics Innovation Day haben wir eine Plattform für den Austausch geschaffen, die es ermöglichen soll, Innovationen für das eigene Unternehmen erkennen und adaptieren zu können,“ sagt Peter Trapp, Managing Director von startport.

Technologietransfer durch internationale Vernetzung

Den Teilnehmern wurde über die Plattform b2match vor und während der Veranstaltung die Möglichkeit gegeben, individuelle 1:1-Gespräche mit Teilnehmern in den vorgesehenen Matchmaking-Zeitblöcken zu buchen. Wer sich jedoch inspirieren lassen wollte, der kam auch auf seine Kosten: Keynotes von Louis Bô vom Venture Capital Fonds IDinvest Partners und Dr. Jörg Esser von Roland Berger stimmten in die Thematiken Logistik-Trends und Kooperationen zwischen Startups und etablierten Unternehmen ein. Und auch gelungene Kooperationen zwischen Unternehmen und Startups wurden sichtbar gemacht: So werden die Mitarbeiter des Unternehmens Bohnen-Logistik nun von dem digitalen Trainer des Startups how.fm angelernt, die Antwort von Bohnen auf den Fachkräftemangel in der Logistik.

Ein besonderes Programm-Highlight beendete den Programmblock des European Logistics Innovation Day: in vier parallellaufenden Sessions konnten sich Startups in kurzen Pitches präsentieren. Die 23 internationalen Startups mussten sich im Vorfeld für einen Pitch bewerben und wurden durch die Veranstalter ausgewählt.
„Uns war es wichtig aufzuzeigen, dass sich unsere Wirtschaft und auch der Mittelstand innovativ aufstellen können. Es gibt viele Erfolgsgeschichten über die Kooperation zwischen Startups und etablierten Unternehmen. Durch das Online-Format des European Logistics Innovation Day konnten wir auch internationale Branchenakteure adressieren, das war uns besonders wichtig und ist uns gut gelungen,“ sagt Benno Weißner, Projektleiter bei ZENIT.

Das internationale Flair zeigte sich auch in der Kulisse des Events. Große Teile des Programms vom European Logistics Innovation Day wurden live aus dem BVB-Stadion gestreamt. Mit seiner internationalen Fan-Gemeinschaft beschäftigt sich seit jeher der BVB mit dem Thema Logistik, außerhalb und im Stadion. Dass der BVB stark im Bereich Startup-Förderung aufgestellt ist, beweist er durch sein Engagement beim Startup-Programm startport und durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Startups, wie in der Kooperation mit dem Ideen-Startup idea-ly beim European Logistics Innovation Day deutlich wurde.

Bildcopyright: krischerfotografie

Wir suchen dich: Startup- und Innovationsmanager (m/w/d) in Vollzeit

Für unsere Innovations-Plattform startport in unserem modernen Office im Duisburger Innenhafen suchen wir ab sofort einen Startup- und Innovationsmanager (m/w/d) in Vollzeit.

Mehr Infos gibt es hier.

Digital Logistics Award: Erster Platz geht an gapcharge

Dortmund, 16.09.2020. Beim Dortmunder Zukunftskongress Logistik hat sich das Duisburger startport-Startup gapcharge den ersten Platz des Digital Logistics Award erkämpft. Der Preis gilt als eine der größten Auszeichnungen für Logistik-Startups in Deutschland und ist mit 15.000 Euro dotiert. In der letzten Auswahlrunde traten acht Startups in einem Pitch-Wettbewerb am 15. September gegeneinander an. Die Teilnehmer des Zukunftskongresses und eine Expertenjury hatten bis zur heute stattfindenden Gewinner-Zeremonie Zeit eine Stimme für ihren Favoriten abzugeben.

Stefan Sommer, Co-Founder von gapcharge, freut sich zusammen mit seinem Team über das Urteil der Logistik-Experten: „Wir sind überwältigt von diesem Sieg! Das ist eine unglaubliche Motivation für unseren weiteren Weg und wir danken allen Unterstützern – insbesondere startport und der Universität Duisburg-Essen.“ Das Startup entwickelt induktive Ladelösungen für Automobile und Logistikfahrzeuge und wurde auf der Basis ihrer Forschungstätigkeiten an der Universität Duisburg-Essen gegründet. Seit Januar wird gapcharge im startport-Accelerator startport gefördert und konnte sich sehr positiv entwickeln.

Peter Trapp, Managing Director von startport, freut sich über den Erfolg des startport-Startups: „Wir gratulieren dem Team von gapcharge und sind froh darüber dieses innovative Startup in unserem Programm begleiten zu dürfen. Die Technologie von gapcharge hat uns sofort überzeugt! Dass gapcharge eine so hohe Auszeichnung in der Logistik-Branche erhält, freut uns sehr und bestätigt eine Beobachtung, die wir in den letzten zwei Jahren bei startport gemacht haben: Unsere Startups sind innovativ und haben das Zeug dazu ganz groß zu werden. Genau diesen Erfolgskurs verfolgen wir gemeinsam weiter!“

Auch das startport-Startup how.fm hatte es unter die acht Finalisten für den begehrten Digital Logistics Award geschafft. Schon eine Platzierung beim Wettbewerb ist wertvoll, denn es verschafft den Startups die Möglichkeit sich vor Branchenexperten und Teilnehmern des Zukunftskongress Logistik präsentieren zu dürfen. In der letzten Woche hatten auch die startport-Startups ForkOn und ViSenSys mit Platzierungen beim OUT OF THE BOX AWARD. NRW geglänzt. Die vielen Auszeichnungen für Startups aus dem Duisburger startport-Programm verdeutlichen die hohe Qualität der Startups, die in vier verschiedenen Jahrgängen gefördert wurden und aktuell gefördert werden.

„Ausgezeichnete“ Startups tummeln sich im Duisburger Startup-Programm

Schon zwei von drei Preisträger des OUT OF THE BOX AWARD vom Land NRW letzte Woche kamen aus dem Kader von startport, die Startups ForkOn aus Batch#3 und ViSenSys aus Batch#2. Jetzt sind erneut Auszeichnungen in greifbarer Nähe: zwei startport-Startups sind unter den acht Finalisten des Digital Logistics Award 2020 und freuen sich über ihre Nominierung für den hoch dotierten Preis.

„Es ist unglaublich toll zu sehen, wie viele Menschen an unser Produkt und Unternehmen glauben. Dafür sind wir sehr dankbar. Dieser Zuspruch und nun auch die Platzierung beim OUT OF THE BOX AWARD motiviert unser Team zusätzlich weiterhin alles zu geben. Auch für unsere Partner sind das positive Zeichen, so zum Beispiel auch für startport, die uns für den Preis nominiert haben,“ sagt Tim Klauke, Co-Founder und CEO von ForkOn. Die beiden startport-Startups ForkOn und ViSenSys haben Preisgelder in Höhe von 10.000 € und 15.000 € gewinnen können. Wichtiger als das Preisgeld ist aber vor allem eins: die mit dem Preis einhergehende Aufmerksamkeit und Wertschätzung des Produktes.

Peter Trapp, Managing Director von startport, sieht in der Auszeichnung eine große Chance für die Startups und das startport-Programm: „Beim OUT OF THE BOX AWARD wurden die Startups mit den aussichtsreichsten digitalen Innovationen ausgezeichnet. Dass sich am Ende Startups mit Lösungen für die Logistik durchgesetzt haben, zeigt das hohe Potenzial für Innovationen in der Logistik-Branche. Mit einem solchen Gütesiegel erhalten unsere Startups zusätzlichen Rückenwind, aber auch wir bei startport. Denn solche Auszeichnungen zeigen, dass wir einen guten ‚Riecher‘ für qualitativ hochwertige Startups entwickelt haben. “

Nun wurden zwei weitere Startups aus „startport-Kader“ für den einen prestigeträchtigen Preis nominiert: Die Startups gapcharge und how.fm konkurrieren um den Digital Logistics Award, einem der höchsten Logistik-Auszeichnungen für Startups in Deutschland. Eine Jury aus Fachexperten haben aus einer Vielzahl von Bewerbungen die acht Unternehmen für den Preis nominiert.

Mit der Nominierung setzt das Startup how.fm seinen Erfolgskurs fort: das Startup konnte vor Kurzem Bohnen Logistik als großen Kunden gewinnen und hat dieses Jahr eine Finanzierung in Millionenhöhe einsammeln können. Und auch mit gapcharge, ein Spin-Off der Universität Duisburg-Essen, wurde eine vielversprechende High-Tech Lösung für die Logistik ausgewählt: gapcharge entwickelt kabellose Ladestationen für Logistik und schafft dadurch neben Höchstleistungen in der Forschung einen Beitrag zur Infrastruktur der Zukunft.

Um den heißbegehrten Preis zu gewinnen, müssen gapcharge und how.fm am 15. September beim Zukunftskongress Logistik pitchen. Die Teilnehmer des Zukunftskongress Logistik und ausgewählte Experten entscheiden im Anschluss der Pitches über die Gewinner des Digital Logistics Award.

Bildcopyright: Pirate X