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Knauf Interfer SE ist neuer startport-Exklusivpartner

Knauf Interfer verstärkt das Partner-Netzwerk des Logistik-Startup-Hubs startport

Als Exklusivpartner unterstützt Knauf Interfer startport, die Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG (duisport), beim Innovieren der Logistik in der Rhein-Ruhr Region. Die startport-Exklusivpartner tragen die Innovationsplattform für die Logistik und Supply Chain inhaltlich und finanziell.

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Innovationsmesse FUTURE logistics: 261 Messebesucher erlebten Logistik-Innovationen vor Ort

Auf der FUTURE logistics am 5. Mai 2022 präsentierten 27 Aussteller ihre innovativen Logistiklösungen und ließen diese Ideen für 261 BesucherInnen erlebbar werden. Stark nachgefragt war das parallele Rahmenprogramm nicht nur vor Ort im Duisburger Binnenschifffahrtsmuseum, sondern auch via Stream nahmen 86 Personen aus ganz Deutschland teil. Das Ziel der Messe war es internationale startport-Startups mit Unternehmen und Investoren aus den Bereichen Logistik und Supply Chain zu vernetzen und Innovationen so in die Anwendung zu treiben. Organisiert wurde die Innovationsmesse FUTURE logistics von der startport GmbH. 

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Mit diesen Tools arbeitest du effizienter

Den Überblick verlieren, deine KollegInnen nicht erreichen, gruselige Designs für Social Media erstellen – die Zeiten sind Dank innovativer Tools vorbei. Diese erleichtern dir deinen Alltag, auch als GründerIn. Eine Vielzahl der Helferlein stellen wir dir heute vor.

Project Planning

Du verwaltest Projekte im Team und möchtest dafür sorgen, das jeder weiß was er wann erledigen soll? Dafür haben wir spannende Tools:

  1. Asana: Ob einzelne Aufgaben oder Großprojekte – Asana organisiert deine Arbeit so, dass alle wissen, was, warum und wie erledigt werden soll.
  2. Trello: Zusammenarbeiten, Projekte verwalten und gemeinsam neue Produktivitätshöhen erreichen. Ob im Hochhausbüro oder im Homeoffice, dein Team hat seine ganz eigene Arbeitsweise – und Trello unterstützt euch dabei.
  3. Basecamp: Basecamp ist mehr als nur ein Projektmanagement-Tool – es ist eine bessere Art zu arbeiten. Teams, die zu Basecamp wechseln, sind produktiver und besser organisiert. Sie kommunizieren besser und benötigen weniger Meetings. Und sie sind viel effizienter als zuvor.

Collaborative Working

Digital zusammenzuarbeiten und kreativ zu werden geht jetzt sehr einfach, beispielsweise mit den vier Tools:

  1. Slack: Slack ist eine neue Art der Kommunikation mit deinem Team. Es ist schneller, besser organisiert und sicherer als die E-Mail.
  2. GDrive: Einfacher und sicherer Zugriff auf alle Inhalte. Dateien und Ordner lassen sich von jedem Gerät aus speichern, freigeben und gemeinsam bearbeiten.
  3. Notion: Notion ist der All-in-One-Arbeitsbereich für deine Notizen, Aufgaben, Wikis und Datenbanken.
  4. MIRO: Miro ist ein schnelles, kostenloses und einfach zu bedienendes Online-Whiteboard, mit dem du jederzeit und überall mit anderen zusammenarbeiten kannst.

CRM

CRM ist die Abkürzung von Customer relationship management und wichtig im Vertrieb. Vielleicht hilft Dir zukünftig einer dieser Services dabei:

  1. HubSpot: Ganz gleich, ob du mehr Leads generieren, deinen Vertrieb beschleunigen, deine Kontaktdatenbank organisieren oder ein besseres Kundenerlebnis bieten möchtest, HubSpot hat die passende Software für dein Unternehmenswachstum.
  2. Pipedrive: Die All-in-One-Verkaufsplattform für mehr Umsatz. Das erste CRM, das von Vertrieblern für Vertriebler entwickelt wurde. Bring dein Geschäft auf die nächste Ebene. Pipedrive bietet viele Funktionen, um Deals zu priorisieren, Leistung zu verfolgen und den Umsatz zu prognostizieren.
  3. Freshworks: Begeister deine Kunden mit einem mühelosen Omnichannel-Service. Führe jeden Tag aussagekräftige Konversationen – über jeden Kanal und mit jedem Kunden.

Marketing/Sales

  1. Mailchimp: Mit umfassenden Funktionen und einer einfachen Bedienung hilft dir die Marketingplattform von Mailchimp, deine Kunden zu erreichen und dein Geschäft voranzubringen.
  2. Google Analytics: Mit Google Analytics kannst du deine Werbe-ROI messen und Flash-, Video- und Social-Networking-Sites und -Anwendungen verfolgen.

Social Media/Design

Social Media ist zeitaufwendig – diese Tools helfen dabei mehr aus dieser Zeit zu machen:

  1. Canva: Jetzt kann jeder Designer sein. Gestalte mit benutzerdefinierten Vorlagen und entwirf Designs mit einem Team. Teile Designs überall und lass sie jederzeit professionell drucken.
  2. Falcon: Die Plattform für jede Art von Social Media Marketer. Mit Falcon kannst du ein Content-Zauberer, ein Teamflüsterer, ein Analytik-Freak, ein Kundenheld und ein Strategie-Guru sein.

Umfragen

  1. Typeform: Es gibt eine bessere Art zu fragen.

Viele dieser Tools und Softwares bieten dir eine kostenfreie Testzeit oder Freemium Version (mit weniger Funktionen) an. Am Besten du informierst dich vorab über die Konditionen. Solltest du Teil unseres startport-Programms sein, kannst du die von uns ausgehandelten Sonderdeals und Credits bei den Anbietern einlösen. Schreib uns einfach. 🙂

duisport vereinfacht Wartung von Kaimauern und Spundwänden mit startport-Startup Mavisoft

startport-Startup-Projekt initiiert.

Kaimauern und Spundwände sind schwankenden Pegelständen und wechselnden Witterungsbedingungen ausgesetzt, die langfristig Schäden verursachen: Rost, Betonschäden oder Risse können auftreten. Um solche Schäden rechtzeitig zu erkennen und zu beheben, inspiziert die duisport-Gruppe regelmäßig die Kaimauern und Spundwände im Duisburger Hafen. Bislang erfolgt diese Prüfung manuell. Um den Prozess zu vereinfachen, unterstützt das startport-Startup Mavisoft duisport im Rahmen eines Pilotprojekts seit Dezember 2021 dabei, Bildmaterial von Kaimauerabschnitten zu analysieren und mögliche Schäden zu detektieren und klassifizieren. Dazu nutzt Mavisoft künstliche Intelligenz (KI) und Digital Twinning.

Mavisoft’s Lösung reduziert den Arbeitsaufwand und liefert wertvolle Zusatzinformationen

Für duisport analysiert Mavisoft vorhandenes Bildmaterial der Kaimauern. Dieses wurde vorab per Drohne aufgenommen und dann in ein digitales Modell (Digital Twin) übertragen.

Mit Hilfe von Algorithmen wurden im Anschluss Schäden identifiziert und in ihrer Schwere bewertet (Abbildung links). Die KI-basierte Analyse ist für duisport zeiteffizienter und auch genauer, da sie nicht auf subjektiven Erfahrungswerten beruht. Um genaue Analyseergebnisse zu erhalten, bezieht das Startup zusätzliche Informationen des Startups i4Sea über Wetter, Rheinpegel und Nutzungsverhalten ein.

Diese Analyse, und damit die erste Phase des Pilotprojekts, wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Nach der Auswertung der Ergebnisse wird entschieden, ob die Lösung des Startups weiter genutzt werden soll. Felix Musolf, Manager Digitalisierung und Innovation bei duisport, ist von dem Engagement des Startups überzeugt: „Das Team ist sehr motiviert und hat uns für die Zusammenarbeit begeistern können. Sie sind Feuer und Flamme für ihr Produkt und glauben an den Nutzen.“

Innovationsplattform startport erfolgreich vernetzt

Das junge KI-Forschungsunternehmen Mavisoft ist Teil des sechsten Batches des Startup-Programms von startport, der Innovationsplattform für Logistik und Supply Chain. Ende 2021 wurde der Austausch von startport initiiert und das KI-Vermessungs-Startup konnte duisport als Kunden gewinnen. Erste Pilotprojekte sind für Startups wichtig, weiß startport-Geschäftsführer Alexander Garbar: „Mavisoft hat in diesem konkreten Projekt die Möglichkeit, mit seinem Geschäftsmodell zu überzeugen und damit auch einen langfristigen Kunden und Fürsprecher zu gewinnen. Das ist für Startups sehr wertvoll.“

 

Über Mavisoft: Mavisoft ist ein KI-Forschungsunternehmen, das die führende nachhaltige Lösung zur automatisierten Schadenserkennung und vorbeugenden Wartung von Industrieanlagen anbietet. Mavisoft nutzt Daten, die von Flugdrohnen, Wasserdrohnen oder anderen Dritten gesammelt werden, um digitale Zwillinge der Anlage zu erstellen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz werden diese Bilder analysiert und alle Schäden und deren Schweregrad automatisch erkannt. Sie sind auch in der Lage, den Lebenszyklus der Anlagen zu verbessern und Reparaturkostenvoranschläge für die Schäden zu erstellen. Mavisoft arbeitet derzeit mit wichtigen Akteuren in der maritimen Industrie zusammen, darunter die Häfen von Antwerpen, Amsterdam, Nordseehafen, Zeebrugge, DP World und der Flughafen Schiphol. Mavisoft wurde 2018 von Theodor Preststulen in Rotterdam gegründet. Vor der Gründung von Mavisoft arbeitete Theodor Preststulen in der Schifffahrtsbranche als Agent, Schiffsbetreiber und Ingenieur für digitale Transformation.

Über startport: Die startport GmbH engagiert sich als Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG (duisport) dafür, eine kreative Innovationskultur zu initiieren und die Weiterentwicklung im Bereich Logistik und Supply Chain aktiv voranzutreiben. Mit diesem Anspruch fördert und fordert sie junge Startups, die gemeinsam mit duisport und den hier angesiedelten Unternehmen zukunftsweisende Ideen für die führende Logistikdrehscheibe im Herzen Europas entwickeln.

Weiss+Appetito ist neuer startport-Programmpartner

Meeting im startport-Office (Walter Daumann (links) und Alexander Garbar (rechts)).

Die in Duisburg ansässige Tochter der schweizerischen Weiss+Appetito Services AG Weiss+Appetito Services GmbH ist dem Partner-Netzwerk der duisport-Tochtergesellschaft startport beigetreten.

Als Programmpartner unterstützt Weiss+Appetito den Startup-Hub startport bei der Digitalisierung der Logistik in der Rhein-Ruhr Region. Mit dieser Kooperation unterstützt Weiss+Appetito auch durch eigene technische Entwicklungen die Innovationsplattform für die Logistik und Supply Chain vor allem inhaltlich.

Digital-Expertise für startport-Startups

Weiss+Appetito bringt fast 100 Jahre Erfahrung im Spezial-Baudienstleistungsbereich mit und entwickelt seit 2015 über das Startup we.digitize innerhalb der Gruppe Lösungen für die Herausforderungen der Digitalisierung. Dabei liegt der Fokus auf den Bereichen effiziente Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und digitale Schließtechnik z.B. für kontaktlose Übergabe von Material entlang einer Supply Chain. „Mit startport hat ein junges Unternehmen aus der Region Rhein-Ruhr unsere sehr geschätzte Aufmerksamkeit gewonnen, weil es im Bereich wirtschaftlicher Nachhaltigkeit und technischer Zukunftsorientierung gleiche Ziele verfolgt wie wir“, erklärt Dr. Walter Daumann, Geschäftsführer und Partner der Weiss+Appetito Gruppe. “Gleichzeitig hat uns das Konzept von startport überzeugt, als junge Entrepreneure mit Zugang zu einem Netzwerk großer Player in unserem regionalen Markt, eine Plattform bereitzustellen, um neue Technologien im Bereich Logistik und Supply Chain erfolgreich einzuführen“, so Maurice Simkins, Entwicklungsleiter bei we.digitize weiter. Die startport-Startups unterstützt Weiss+Appetito mit Expertise in der Digitalisierung. Alexander Garbar, Geschäftsführer von startport, freut sich über den Partner-Zuwachs: „Mit Weiss+Appetito haben wir einen starken Mitstreiter mit beinahe 100-jähriger Erfahrung für die Weiterentwicklung innovativer Ideen in der Logistik und Supply Chain gewonnen!“

Partnernetzwerk maßgebend für startport-Erfolg

Die Innovationsplattform startport engagiert sich als Tochtergesellschaft des Duisburger Hafens dafür, innovative Technologien am Standort zu verankern. Dies erfolgt durch die Initiierung von Projekten zwischen Startups und etablierten Unternehmen, die die Logistik digitaler, effizienter und nachhaltiger machen. Mit diesem Anspruch fördert startport junge Startups in zwei Startup-Programmen, dem startport-Inkubator und -Accelerator.

 

Über startport: Die startport GmbH engagiert sich als Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG (duisport) dafür, eine kreative Innovationskultur zu initiieren und die Weiterentwicklung im Bereich Logistik und Supply Chain aktiv voranzutreiben. Mit diesem Anspruch fördert und fordert sie junge Startups, die gemeinsam mit duisport und den hier angesiedelten Unternehmen zukunftsweisende Ideen für die führende Logistikdrehscheibe im Herzen Europas entwickeln.

duisport agency vereinfacht Angebotsprozess mit startport-Startup Rail-Flow

Das Startup Rail-Flow freut sich über einen neuen Kunden.

Das startport-Startup Rail-Flow hat die duisport agency GmbH (dpa) als Kunden gewonnen und unterstützt seitdem das Tochterunternehmen der Duisburger Hafen AG (duisport) bei der Angebotserstellung. Mit dem Rail Offer Management von Rail-Flow wird der Angebotsprozess digitalisiert und gleichzeitig effizienter durchgeführt.

Container, Stück- oder Schüttgut: Über den Duisburger Hafen werden Güter in die ganze Welt transportiert. Die dpa ist die zentrale Vertriebsgesellschaft der Duisburger Hafen AG für Intermodale Transportdienstleistungen.

„Es war unser Ziel, den manuellen Arbeitsaufwand in der Angebotserstellung zu reduzieren“

Dazu gehören auch Vertriebsaufgaben, wie das Erstellen von „Last Mile“-Angeboten für Rangierleistungen zwischen den Duisburger Vorbahnhöfen, wie beispielsweise Duisburg-Rheinhausen oder Duisburg-Ruhrort Hafen, und den Terminals beziehungsweise Gleisanschlüssen der Hafenanlieger. „Es war unser Ziel, durch automatisierte Datenbereitstellung den manuellen Arbeitsaufwand in der Angebotserstellung zu reduzieren und so den Gesamtangebotsprozess zu verkürzen“, so Fabian Pfingsten, Mitglied der dpa-Geschäftsleitung.

 

 

 

 

Rail Offer Management reduziert Arbeitsaufwand und verkürzt Angebotsprozesse

Rail-Flow entwickelte mit dem Rail Offer Management ein auf die Bedürfnisse von Güterbahnen ausgerichtetes CRM-System. Diese Lösung wurde gemäß der gestellten Anforderungen und Bedürfnisse der dpa eingerichtet. So erstellt und versendet die dpa nun Angebote für Kunden digital und deutlich effizienter als zuvor. Durch die Einführung des neuen Systems sind jetzt auch Daten aus früheren Anfragen und Angeboten jederzeit abrufbar. „Das Rail Offer Management von Rail-Flow ermöglicht die Übersicht über den gesamten Angebotsprozess und den Status, indem sich die Angebote befinden, in einem Dashboard. Es schafft einen digitalen single-point-of-truth sowie Compliance Sicherheit für das Unternehmen“, so Jonas Lilienthal, Senior Manager Sales & Business Development, von Rail-Flow.

Rail-Flow will Schienengüterverkehr effizienter gestalten

Rail-Flow entstammt dem fünften Batch des Startup-Förderprogramms von startport, der Innovationsplattform für Logistik und Supply Chain. Das Startup vereinfacht den Zugang zum europäischen Schienengüterverkehrs und steigert dessen Effizienz. Das von Rail-Flow entwickelte digitale Ökosystem bietet unter anderem innovative Kollaborations- und Transportmanagementlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Schienengüterverkehrs. Dadurch werden Prozesse beschleunigt, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs gestärkt und das Erreichung der Klimaziele durch Modal Shift unterstützt.

Über startport: Die startport GmbH engagiert sich als Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG (duisport) dafür, eine kreative Innovationskultur zu initiieren und die Weiterentwicklung im Bereich Logistik und Supply Chain aktiv voranzutreiben. Mit diesem Anspruch fördert und fordert sie junge Startups, die gemeinsam mit duisport und den hier angesiedelten Unternehmen zukunftsweisende Ideen für die führende Logistikdrehscheibe im Herzen Europas entwickeln.

Haeger & Schmidt Logistics ist neuer startport-Programmpartner

Teammeeting und Onboarding im startport-Office.

Haeger & Schmidt Logistics trat dem Partner-Netzwerk der Innovationsplattform startport bei und unterstützt die Startups zukünftig als Branchenexperte. Wir sprechen mit Heiko Brückner, CEO von Haeger & Schmidt Logistics, über die Herausforderungen in der Digitalisierung, die Relevanz von Logistik-Startups und wie sie planen das startport-Netzwerk zukünftig zu bereichern.

startport: Was macht Haeger & Schmidt Logistics genau?

Heiko Brückner: Die Haeger & Schmidt Logistics-Gruppe ist ein Logistik Provider, der seit 1887 mit vielen Netzwerken in Europa mit den Kernkompetenzen Intermodal, Inland Navigation, Project Logistics, Port Logistics, Short Sea, sowie Shipping and Forwarding tätig ist.

startport: Welche Herausforderungen begegnen Euch bei der Digitalisierung am häufigsten?

Heiko Brückner: Digitalisierung ist für uns eine strategische Ausrichtung. Wir müssen Abläufe innerhalb eines Prozesses von Anfang bis Ende digital gestalten. Damit verbessern wir unsere Leistungsfähigkeit gerade auch mit Hinblick auf die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Wettbewerbern.

startport: Warum unterstützt Haeger & Schmidt Logistics startport?

Heiko Brückner: Da Haeger & Schmidt Logistics die Bedürfnisse und Anforderungen der Branche sehr gut kennt, möchten wir junge Unternehmer aktiv unterstützen, damit sie ihre Ideen und Träume verwirklichen können. Hier sehen wir eine  Win-win-Lösung.

startport: Was interessiert Euch an Logistik-Startups?

Heiko Brückner: Der Kontakt und Anschluss zu jungen kreativen Köpfen bringt uns neue Impulse, um wettbewerbsorientiert zu wachsen und sich zu entwickeln.  Von der Verbindung zu den Logistik-Startups versprechen wir uns neue zukunftsweisende Konzepte und Logistiklösungen.

„Wir haben das Know-how in der Logistik und können die jungen Unternehmen hier unterstützen.“

 

startport: Mit welchen Fragen können die startport-Startups sich zukünftig an Haeger & Schmidt Logistics wenden?

Heiko Brückner: Haeger & Schmidt verfügt über 100 Jahre Erfahrung und Entwicklung auf dem Markt. Aus den Fachbereichen Spedition, Schifffahrt, Containerlogistik mit Stuffing bis zum Trucking stehen unsere hochqualifizierten Mitarbeiter ihnen immer zur Verfügung.

Wir haben das Know-how in der Logistik und können die jungen Unternehmen hier unterstützen.

startport: Netzwerk ist so wichtig, weil…

Heiko Brückner: … ein Netzwerk verbindet, inspiriert, neue Ideen und Kooperationen schafft. In einem Netzwerk ist das Potential für Innovationen in der Logistik-Branche enorm. Davon profitieren alle.

 

Über startport: Die startport GmbH engagiert sich als Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG (duisport) dafür, eine kreative Innovationskultur zu initiieren und die Weiterentwicklung im Bereich Logistik und Supply Chain aktiv voranzutreiben. Mit diesem Anspruch fördert und fordert sie junge Startups, die gemeinsam mit duisport und den hier angesiedelten Unternehmen zukunftsweisende Ideen für die führende Logistikdrehscheibe im Herzen Europas entwickeln.

Die Innovationsplattform „startport“ feiert 4-jähriges Bestehen

Der Stream läuft: digitale Jubiläums-Konferenz von startport.

 

96 Startups. 15 wegweisende Pilotprojekte. Vier Jahre Innovationen im Bereich Logistik und Supply Chain. Anlässlich des vierten Geburtstags zieht die Innovationsplattform „startport“ eine positive Bilanz. Auf der digitalen Jubiläumskonferenz sprachen NRW- Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, startport-Geschäftsführer Peter Trapp, sowie startport-Startup-Manager Alessandro Benassi über die Bedeutung digitaler Innovationen für die Logistikbranche und über das Konzept, das die Bedürfnisse von Logistik-Startups und Industrieunternehmen in optimaler Weise vereint.

Ein digitaler Ideen-Briefkasten, multilinguale Trainer für Produktion und Logistik, die cloudbasierte Verwaltung von Gabelstaplerflotten oder eine digitale 360°-Plattform für den Schienengüterverkehr – das sind nur einige der zahlreichen Ideen, die bei startport in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und erfolgreich zum Einsatz gebracht wurden. Gegründet wurde startport im Oktober 2017. Das Ziel: Logistik-Startups fördern und Innovationen in die Logistik treiben. Warum diese Innovationen dringend gebraucht werden, erklärt Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Wir stehen vor den größten Herausforderungen unserer Zeit: Digitalisierung und Klimaneutralität betreffen alle Bereiche – auch die Logistik.

„Die Zusammenarbeit mit den Startups ist eine echte Win-win-Situation für alle Beteiligten. Aktuell arbeiten wir bei duisport mit 14 Startups zusammen – 13 davon stammen aus den startport-Programmen.“

Für eine zukunftsfeste und wachsende Branche sind Vernetzung und Wissenstransfer die Grundvoraussetzungen. startport geht mit seinem erfolgreichen Konzept genau in diese Richtung.“ Dass diese Rechnung in den vergangenen vier Jahren aufgegangen ist, sieht auch duisport-Vorstand Markus Bangen: „Die Zusammenarbeit mit den Startups ist eine echte Win-win-Situation für alle Beteiligten. Aktuell arbeiten wir bei duisport mit 14 Startups zusammen – 13 davon stammen aus den startport-Programmen.“

Fast 100 Startups in vier Jahren

Was im ersten Jahrgang mit gerade einmal vier Startups begann, entwickelte sich bis heute zu einer etablierten Marke für Startup-Förderung im Ruhrgebiet. Knapp 100 junge Unternehmen erhielten seit 2017 die Gelegenheit, bei startport ihr Profil zu schärfen, Kontakte zu knüpfen, Partner, Kunden oder/und Investoren zu finden. Jüngst starteten 30 neue Startups in Batch #6 – facettenreich und international wie nie zuvor. „Ich freue mich sehr, dass sich startport in den vergangenen vier Jahren so positiv entwickelt hat“, sagt Peter Trapp. „Insbesondere bin ich stolz auf die vielen erfolgreichen Verbindungen, die wir bereits möglich machen konnten. Auch im sechsten Jahrgang stehen wieder viele hochmotivierte Startups in den Startlöchern, die an spannenden Technologien und in top aktuellen Themenbereichen arbeiten.“

 

 

Breites Partnernetzwerk für mehr zukunftsweisende Logistiklösungen

Um die Startups bestmöglich zu unterstützen und neue Produkte und Services auf direktem Weg in die Logistikbranche zu treiben, setzt startport auf ein breites, wachsendes Partnernetzwerk. Insgesamt rund 40 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft unterstützen startport auf ganz unterschiedliche Art und Weise. So sitzen die RAG-Stiftung, duisport, der Initiativkreis Ruhr, die DIT Duisburg Intermodal Terminal GmbH, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Borussia Dortmund und Bohnen Logistik beispielsweise als Exklusivpartner im Beirat. Sie alle verbindet dasselbe Ziel: den Weg zu ebnen für mehr zukunftsweisende Logistiklösungen.

 

Bildcopyright: krischerfotografie

startport begrüßt 31 neue Logistik-Startups im Duisburger Innenhafen

Onboarding von Batch #6 zum Teil auch im Duisburger Innenhafen.

Im nun sechsten Jahrgang nimmt die Innovationsplattform startport 31 neue Startups aus dem Bereich Logistik und Supply Chain auf. Beworben hatten sich 97 Startups aus der ganzen Welt. In den kommenden zwölf Monaten unterstützt startport die ausgewählten Startups unter anderem durch Workshops und individuelles Coaching bei der Initiierung von Pilotprojekten und der Vernetzung innerhalb der Logistik-Branche.

Nachdem das Onboarding von Batch #5 digital stattfand konnte der sechste Jahrgang hybrid begrüßt werden: zur Hälfte digital und zur Hälfte vor Ort. „Mit startport wollen wir bewusst am Logistik-Standort Duisburg an den Logistik-Lösungen von morgen tüfteln! So treiben wir die Innovationen direkt in die Logistik-Branche. Durch das Onboarding und auch die zukünftige Zusammenarbeit vor Ort können wir zudem das Netzwerken und den Austausch untereinander wieder verstärken“, so Peter Trapp, startport-Geschäftsführer. Die ausgewählten Startups treiben Logistik-Innovationen in zahlreichen Bereichen, erklärt Jana Honeftidis, startport-Startup-Managerin: „Die 31 Startups beschäftigen sich mit Logistik-Lösungen in den Bereichen Logistics Digitalisation, Sustainability, Asset Management, Supply Chain, Fleet Management, Sustainability, Packaging, Smart City und Terminal Automation. Das Thema Nachhaltigkeit konzentriert sich mittlerweile nicht nur auf einzelne Startups, sondern ist ein wichtiger Bestandteil aller Geschäftsmodelle. Wichtig war uns insgesamt wieder, dass unsere Startups relevante Logistik-Herausforderungen angehen. Um das sicherzustellen, wählen wir die Startups gemeinsam mit Partnern aus.“

„Das Thema Nachhaltigkeit konzentriert sich mittlerweile nicht nur auf einzelne Startups, sondern ist ein wichtiger Bestandteil aller Geschäftsmodelle.“

Mentoring und Matching: Das startport-Programm

Bei startport erwartet die GründerInnen eine enge Betreuung durch Mentoren im Partner-Netzwerk, individuelles Matching für Projekte und potenzielle Kunden, exklusiven Zugang zu logistischen Assets, individuell zugeschnittene und kostenfreie Workshops und attraktive Arbeitsplätze im Co-Working-Space. Hinzu kommen spannende Veranstaltungen und aktives Netzwerken. startport coacht und hilft ebenfalls bei der Akquise potenzieller Investoren. Aus dem sechsten Jahrgang werden dabei 28 Startups im Accelerator-Programm und 3 im Incubator-Programm eng betreut.

Starke Partner grundlegend für Erfolg

startport verfolgt ein offenes Partnermodell und wird inhaltlich und finanziell durch regionale Akteure wie duisport, Duisburg Intermodal Terminal, Bohnen Logistik, der RAG Stiftung, dem Initiativkreis Ruhr, der Borussia Dortmund und den Wirtschaftsbetrieben Duisburg getragen. Sie stehen den Startups als Sparring-Partner und Anwender zur Seite – eine Win-Win Situation, welche Duisburg zu einem innovativen Standort macht.

„Der LKW auf dem Wasser“ – Unleash Future Boats-Gründer Lars Holger Engelhard im Gespräch

Gründerteam Stefanie Engelhard und Lars Engelhard.

Unleash Future Boats entwickelt elektrische, autonom fahrende Boote mit Brennstoffzelle und grünem Wasserstoff, komplett emissionsfrei, und bietet damit Lösungen für saubere und nachhaltige Mobilität auf dem Wasser. Mit Lars Holger Engelhard, dem Gründer von Unleash Future Boats, sprechen wir über Innovationen in der Logistik und den ‚LKW auf dem Wasser‘

startport: Wann begann für Dich persönlich das Leben als Unternehmer?

Lars: Bereits im Studium – die Konzentration nur auf das Theoretische war nicht so mein Ding. Mich hat immer schon die praktische Umsetzung von Wissen in konkrete Lösungen interessiert. Ich hatte damals Kontakt zu einigen Unternehmen, die vor bestimmten Herausforderungen standen. Für die habe ich Antworten entwickelt, in Form von Innovationen und technischen Lösungen. So ist quasi nebenbei mein erstes Unternehmen entstanden, mit dem ich mein Studium finanziert habe. Das ist auch meinen Kommiliton:innen aufgefallen, und so habe ich einige besonders talentierte von ihnen für meine Arbeit begeistert, und wir wurden eine richtige Firma.

startport: Warum interessierst Du Dich für Logistik? Warum für Boote?

Lars: Mobilität gehört zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Gegenwart, hier müssen wir die Weichen für die Zukunft stellen. 3,7% CO2-Emissionen in Europa stammen aus der Schifffahrt. Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Strukturen bieten aber wenig Anreiz oder Motivation für Innovation. Deswegen können wir nicht darauf warten, dass der Marktdruck etwas verändert. Wir müssen jetzt handeln, um die Klimaziele zu erreichen und unsere Zukunft sowie die der nächsten Generationen zu sichern. Und das geht nur über technische Innovationen. Wir müssen den Transport von Personen und Gütern deutlich umweltfreundlicher gestalten. Die Wasserwege bieten viel Potenzial, um Verkehr von der Straße zu holen.

„Die Wasserwege bieten viel Potenzial, um Verkehr von der Straße zu holen.“

Aber damit ist nur dann etwas gewonnen, wenn diese maritime Mobilität klimaneutral ist. Das ist unser Antrieb, emissionsfreie Schiffe zu entwickeln, die sogar niedrigwassertauglich sind und damit mit einer der Auswirkungen des Klimawandels besser zurechtkommen als klassische Transportschiffe.

startport: Welche Visionen hast Du aktuell für die Zukunft der Logistik?

Lars: Ich würde es weniger als Vision, sondern vielmehr als absolute Notwendigkeit betrachten: Die Logistik muss grün und nachhaltig werden, kompromisslos emissionsfrei. Das bedeutet: hinsichtlich Treibstoff, Schmierstoffen und Lärm. Die Boote, die wir mit Unleash Future Boats entwickeln, erfüllen diesen Anspruch. Sie haben 0,0% Emissionen, werden mit grünem Strom und grünem Wasserstoff betrieben. Auch ihre weiteren technischen Features sind revolutionär und zukunftsfähig: Sie sind für autonomes Fahren ausgerichtet, werden in Serie produziert, sind voll digital und werden in Zukunft „on demand“ verfügbar sein.

startportUnd welche für die Binnenhäfen?

Lars: Binnenhäfen spielen eine zentrale Rolle für die Energiewende, weil sie Verkehrsknotenpunkte für die maritime Mobilität darstellen. Perspektivisch sollten sie voll digital betrieben werden und im Zusammenspiel mit dem Umland und umliegenden Geschäfts- und Industriezweigen vernetzt agieren. Binnenhäfen können nicht nur für die Logistik Relevanz haben, sondern auch als (Energie-)Manager, Innovationsmotor und Leuchtfeuer für die Außenwirtschaft. Luftfracht wird durch die CO2-Bepreisung viel zu teuer werden, was die Rollen von Binnenhäfen im  internationalen Handel stärkt. Technische Innovationen wie KI und Blockchain bieten völlig neue Möglichkeiten für digitale Häfen.

startport: Wie nah bist Du diesem Traum mit Unleash Future Boats?

Lars: Wir arbeiten seit 2017 an unserer Vision, die Schifffahrt zu revolutionieren, und haben mit unserem Team enorme Fortschritte und Ergebnisse erzielt. Unser Technikträger ZeroOne gilt als erster seiner Art, voll digital, mit internationaler Bootsnummer und weltweiter Versicherung als autonomes emissionsfreies Boot. Auch was die Skalierungsfähigkeit betrifft, sind wir dank unserer vollen Integrationstiefe bereits sehr gut aufgestellt und bereit, mit internationalen Aufträgen in die Produktionsskalierung zu gehen.

„Unser Technikträger ZeroOne gilt als erster seiner Art, voll digital, mit internationaler Bootsnummer und weltweiter Versicherung als autonomes emissionsfreies Boot.“

startport: Was ist Unleash Future Boats?

Lars: Unleash Future Boats ist das Herzstück eines ganzen Ökosystems. Wir definieren vier Geschäftsfelder innerhalb des Kernunternehmens:

 

  • Mobilität für Personen und Güter/Logistik
  • vollständige Umrüstungslösungen auf emissionsfreie Antriebe
  • Sensorik für autonome Systeme
  • Services für digitale Vernetzung, mit prädiktiver Wartung und vielen weiteren Innovationen

Aus dem Kernunternehmen haben sich bereits Tochterunternehmen und JointVentures gebildet, die wir mit hervorragenden Partnern weiterentwickeln.

startport: Wie weit bist Du mit der Lösung?

Lars: Die technischen Voraussetzungen sind geschaffen, nun sind wir bereit für die Skalierung. Unser Technikträger ist als TRL7+ (Technologie Readyness Level 7) definiert. Mit dem letzten Sprung zur Produktreife entwickeln wir bereits die Lieferantenbeziehungen und die internationale Skalierungsfähigkeit des Unternehmens.

startport: Warum braucht die Logistik-Branche Unleash Future Boats?

Lars: Auf die Herausforderungen des Klimawandels 2030 gibt es bis heute keine tragfähigen Antworten auf dem Markt. Auch fehlt die Skalierungsfähigkeit. Die UN und auch die EU stellen die Ziele der Schifffahrt bereits in Frage und halten eine 75% Lösung bis 2050 für ambitioniert. Dies ist eine Bankrotterklärung für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes und die Lebensqualität künftiger Generationen.

startport: Was werden die Boote zukünftig transportieren können?

Lars: Boote bis 12 Meter Länge werden Personen und Güter befördern können. Unsere Lösungen für 21 Meter und 45 Meter werden besonders in der Logistik neue Maßstäbe setzen. Wir bewegen damit Container emissionsfrei und durch autonome Systeme sowohl kosteneffizient als auch zukunftsfähig.

startport: Wie setzt Du das technisch um?

Lars: Dazu haben wir eigene Sensorik entwickelt und die besten Ingenieur:innen aus dem Bereich Automobil, Luft- und Raumfahrt, sowie Schiffbau engagiert. Unleash Future Boats ist als Organisation kompromisslos an der Vision emissionsfreier autonomer Schiffe ausgerichtet. Unsere Mitarbeiter:innen leben diese Vision jeden Tag und zeigen uns als Team schon heute die Realität von morgen. Technisch betrachtet sind wir vollständig digital, mit künstlicher Intelligenz und neuester Sensortechnologie, die wir eigenständig entwickelt haben. Wir verbinden Software mit Hardware, Roboterproduktion mit Chips und Aluminium. Alles was wir tun, wirkt auf die traditionellen Werftbetriebe befremdlich. #Neuland.

startport: Inwiefern nutzt Ihr Wasserstoff/elektrischen Antrieb?

Lars: Wir definieren elektrische Antriebe mit einem Wasserstoff Range-Extender. Das ist Hybrid, aber neu gedacht. Und tatsächlich emissionsfrei, anders als die Hybrid-Autos, die größtenteils mehr CO2 emittieren als klassische Verbrenner. Wasserstoff bietet uns die Reichweite, so dass wir die Vorteile rein elektrischer Antriebe voll ausschöpfen können.

startport: Wie garantiert Ihr, dass die Boote lange Strecken zurücklegen können?

Lars: Durch das clevere Design kleinerer Boote, die durch Wasserstoff die Reichweite von batterieelektrischen Systemen erhöhen. Für die Binnenschifffahrt bietet das enormes Potenzial, da kleine und niedrigwassertaugliche Schiffe ganz neue Einsatzmöglichkeiten bieten.

startport: Welchen Vorteil bietet es, dass die Boote zukünftig autonom unterwegs sein werden?

Lars: Es entstehen Kosteneinsparungen zwischen 30-45%. Zudem können wir im autonomen Betrieb auch kleinere Boote fahren lassen, da bisher die Zuladung entscheidend für die Wirtschaftlichkeit im Betrieb gegenüber den Personalkosten auf dem Boot stand. Durch das autonome Fahren werden neue Rechenmodelle möglich, um aus den Kostenstrukturen neue Designs und Einsatzszenarien zu bilden.
Wir ermöglichen damit wirtschaftlich und erschwingliche individuelle Mobilität auf dem Wasser, wie ein Ruf-Taxi.

startport: Welche Nachfrage erkennt Ihr aktuell an Euren Booten? Welches Feedback bekommst Du?

Lars: Die Nachfrage ist enorm, denn bisher gibt es keine vergleichbare Lösung. Mit dem ‚LKW auf dem Wasser‘ bieten wir eine hervorragende Lösung für die In-Port Logistik, mit unseren größeren Schiffen eine echte Alternative für die zukünftigen Bedingungen auf dem Rhein. Mobility-as-a-Service auf dem Wasser ist ein vollkommen neuartiger Markt, und wir besetzen ihn mit innovativen Booten – FutureOne.

startport: Unleash Future Boats bedeutet in 10 Jahren?

Lars: … eine Rettung der Wirtschaftsregionen entlang der Binnenschifffahrtsstraßen und eine tragfähige Lösung für eine zukunftsfähige Mobilität auf dem Wasser.

startport: Was steht dem aktuell noch im Wege? Welche Herausforderungen und Hürden gibt es?

Lars: Wir sind bereit für die Skalierung unseres Geschäftsmodells. Die ersten Kunden erkennen das Potenzial unserer Lösungen und auch die Notwendigkeit, ins Handeln zu kommen. Wir hoffen, dass die Einschläge in unsere Wirtschaft und Gesellschaft durch die Extremwetterlagen nicht noch größer werden müssen, bevor es alle Marktteilnehmer verstehen: Die Zeit für Veränderung ist jetzt, nicht erst 2030. Wir möchten Teil dieser Transformation sein, ein wichtiges Element in der Lösung darstellen. Unternehmerisch sind wir dafür gut aufgestellt, da wir uns aktuell in der Finanzierungsrunde für die Skalierung befinden.

startport: An welchen Logistik-Innovationen tüftelt Ihr parallel? Gibt es etwas, dass Ihr verraten wollt?

Lars: Unleash Future Boats ist mehr als das Boot. Wir arbeiten bereits an der Skalierung sowie der vollständigen Verbindung von Boot und Infrastruktur. Unsere Investoren und Partner gestalten mit uns die Zukunft der Logistik. Vieles davon wird allerdings erst im nächsten Jahr öffentlich werden.

 

Über Lars Holger Engelhard: Lars Holger Engelhard studierte Business Administration und ist Ingenieur der Elektro- und Informationstechnik. Von 2010 bis 2014 war er Direktor von In-Car & IT-Backend / Connected Cars bei Audi und VW. Seit 2015 ist er Mitautor im internationalen Club of Rome (“Wir sind dran“) und CEO und Gründer des internationalen Think Tanks Unleash Future. 2020 gründete er Unleash Future Boats. 2021 wurde er als einer von 34 „Vordenkern des Jahres 2021“ vom Handelsblatt und der Boston Consulting Group ausgezeichnet. Lars gilt als höchstbegabt und als international anerkannter Cross-Industrie-Experte mit den Schwerpunkten Technologie, grüne Mobilität und Innovationen. Lars hält mehr als 12 internationale Patente.