Auf eine Frage mit… gapcharge

Was denken die Visionäre der Logistikbranche? In unserer Reihe „auf eine Frage mit…“ finden wir das heraus und sprechen mit unseren jungen Gründern aus der Logistikbranche über Ihre Ideen und Visionen. Heute antworten die vier Gründer von gapcharge. Das Startup entwickelt induktive Ladelösungen für Automobile und Logistikfahrzeuge. Die Gründer Felix, Florian, Stefan und Gregor gründeten das Startup aus den Ergebnissen ihrer Forschungstätigkeiten an der Universität Duisburg-Essen.

startport: Was sind die Herausforderungen der Logistik von morgen?

Wir erleben nach der Elektrifizierung der Logistikflotten im innerbetrieblichen Bereich nun einen Hochlauf der Lithium-Ionen Batterietechnologie. Diese kann nur das volle Potenzial entfalten, wenn man häufige Nachladeprozesse möglich macht. Konventionelle, präsente Ladesysteme basieren auf Steckkontakten, die von Menschenhand bedient werden müssen. So ist das Nachladen nicht komfortabel und mit Verschleiß verbunden.

Außerdem machen wir die Logistik grüner, effizienter und kotengünstiger. Wie? Indem wir kabelfreie, induktive Ladesysteme entwickeln. Unser Flottenmanagement überwacht außerdem Batteriezustände und kann Ausfälle vorhersehen.

startport: Wie hat die Universität reagiert bzw. Euch unterstützt, als Ihr von Eurer Gründungsabsicht berichtet habt?

Vor allem unsere Mentorin Frau Prof. Dr. Proff vom Lehrstuhl für Internationales Automobilmanagement unterstütze unseren Gründungsprozess von Anfang an in jeder Situation. Aber auch das Universitätsnetzwerk half mit Know-how. Die Starthilfe soll nun weiter ausgebaut werden und der Universitätsstandort an noch mehr Attraktivität gewinnen.

startport: Was können etablierte Unternehmen von Euch lernen?

Mit den gapcharge-Ladesystemen werden Ladeprozesse transparenter. So erkennen einerseits Logistikfahrzeughersteller die Ursachen für Batterieausfälle genau, andererseits profitieren Fahrzeugnutzer in der Intralogistik von einer höheren Vorhersehbarkeit der Batterien.

startport: Welche Chancen habt Ihr aus der Corona-Krise gezogen?

Wir haben uns deutlich digitaler aufgestellt und sprechen mit Zulieferern und Kunden inzwischen über eine sehr große Bandbreite an verschiedenen Kommunikationsmedien. Zusätzlich haben wir ebenfalls weitere Kompetenzen in der Simulation aufgebaut, um aktuell schwierig durchführbare Realtests durch digitale Testumgebungen zu ergänzen.

 

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